Wels verdunkelt sich wieder für WWF Earth Hour
Die LED-Technik in der Straßenbeleuchtung lenkt das Licht auf die Straße, was die Lichtverschmutzung reduziert. In Wels werden seit etwa 2010 bei der Neuerrichtung von Straßenbeleuchtungsanlagen nur mehr LED-Leuchten verwendet (z.B. Stadtplatz 2018). Mittlerweile gilt das Gleiche auch bei der Sanierung von Bestandsanlagen (z.B. Wispl). Alleine 2026 werden 700 veraltete Beleuchtungen in Wohngegenden gegen LEDs ausgetauscht. Danach werden rund 50 Prozent der öffentlichen Beleuchtung speziell in Wohngegenden den 2024 eingeführten Richtlinien zur Eindämmung der Lichtverschmutzung (damalige Novelle des Oö. Umweltschutzgesetzes 1996) entsprechen.
Aus Umweltschutzsicht ist anzumerken: Nachtaktive Insekten werden irritiert und/oder sterben, weil sie zu nächtlichen Lichtquellen fliegen und dort verhungern oder verbrennen. Eine Dauerbeleuchtung kann die Balz- und Brutaktivitäten zahlreicher Tiere – wie Singvögel oder Amphibien – stören. Die Orientierung nachtfliegender Vögel (z.B. zwei Drittel der Zugvögel) kann durch künstliche Lichtquellen behindert werden. Dies führt unter anderem dazu, dass Vögel in hell erleuchtete Gebäude fliegen und dabei verletzt werden oder zu Tode kommen. Auch bei anderen Lebewesen – wie Säugetiere und Amphibien – führt die Lichtverschmutzung zur Desorientierung und damit zur Verminderung des Bestands. Selbst Bäume geraten durch das künstliche Licht in Stress, da sie auch nachts zur Photosynthese angeregt werden. Das führt letztendlich auch zu Ertragseinbußen.

Stadtrat Ralph Schäfer, MSc (Öffentliche Beleuchtung): „Wels spart bei der öffentlichen Beleuchtung mit LED-Technik nicht nur Energie und damit Geld, sondern nimmt auch Rücksicht auf die Umwelt. Die Teilnahme an der WWF Earth Hour soll hier zusätzlich bewusstseinsbildend wirken.“
Textquelle: Stadt Wels
Bildquelle: FPÖ Wels