Wels startet Kampagne „Mehr Sicherheit für Wels – Ihr Blick macht den Unterschied“
Die Stadt Wels setzt einen weiteren wichtigen Schritt für eine sichere und lebenswerte Stadt: Gemeinsam mit dem Stadtpolizeikommando Wels und der Ordnungswache Wels GmbH startet eine neue Kampagne, die das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum weiter stärken soll.
Ziel der Initiative ist es, Orte in Wels noch sicherer und angenehmer zu gestalten. Gerade in der dunkleren Jahreszeit gibt es Plätze, an denen sich manche Menschen weniger wohl fühlen. Genau hier setzt die Kampagne an: Mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung werden solche Bereiche gezielt erfasst und rasch konkrete Verbesserungen umgesetzt.
Herzstück der Kampagne ist die Einrichtung einer eigenen Meldestelle, bei der die Bevölkerung derartige Plätze unkompliziert bis Dienstag, 30. Juni nennen und eigene Beobachtungen einbringen kann. Möglich ist dies online unter www.wels.gv.at/sichereswels. Dort können Bürger ihre Beobachtungen einfach und bequem in ein Online-Formular eingeben und dabei auch den betroffenen Ort direkt markieren oder Fotos hochladen. Darüber hinaus ist die Meldestelle bei der Ordnungswache Wels GmbH auch unter Tel. +43 7242 235 4601 erreichbar.
Sicherheit ist individuell – Beteiligung schafft Mehrwert
Sicherheit wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Faktoren wie Alter, persönliche Lebenssituation oder Mobilität spielen dabei eine wichtige Rolle. Während manche besonders auf gute Beleuchtung achten, sind für andere gepflegte Orte oder rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr entscheidend. Die Kampagne trägt dieser Vielfalt bewusst Rechnung und setzt auf breite Bürgerbeteiligung. Je mehr Perspektiven eingebracht werden, desto umfassender und wirkungsvoller können Maßnahmen gesetzt werden.
Ziel der Kampagne
Die Ziele der Kampagne sind die weitere Erhöhung des subjektiven und objektiven Sicherheitsgefühls, eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Ordnungswache und Polizei, die Stärkung der Bürgerbeteiligung durch eine aktive Einbindung und letztlich eine weitere Verbesserung der Lebensqualität und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die Bevölkerung wird – unabhängig von Alter, Mobilität oder Lebenssituation eingeladen – aktiv Orte oder Situationen zu melden, wo es aus ihrer Sicht Verbesserungsbedarf gibt. Bei jeder Meldung kann auf Wunsch ein Vorschlag für einen Lösungsansatz eingereicht werden. Ziel ist eine transparente, niederschwellige und bürgernahe Kommunikation, die zu sichtbaren Verbesserungen führt.
Mögliche Maßnahmen
Schon einfache Schritte können deutlich zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls beitragen. Dazu gehören beispielsweise:
- Optimierung der Straßen- und Gehsteigbeleuchtung
- Rückschnitt hoher Hecken zur Verbesserung der Sicht
- Pflege und Reinigung unübersichtlicher Flächen
- Attraktive Gestaltung öffentlicher Räume zur Vermeidung unbelebter Rückzugsorte
Die Stadt Wels setzt insbesondere auf kurz- und mittelfristige Verbesserungen der Beleuchtung in Bereichen, die von Bürgern als relevant gemeldet werden, sowie auf einen weiteren Ausbau der Videoüberwachung: Per Erlass des Innenministers vom Dienstag, 11. August 2025 wurde die polizeiliche Videoüberwachung an gefährdeten öffentlichen Orten erleichtert. Bisher mussten grundsätzlich bereits Straftaten verübt worden sein.
Nun kann die Videoüberwachung aufgrund einer sicherheitspolizeilichen Lageeinschätzung, die zukünftige gefährliche Angriffe oder erkennbare kriminelle Strukturen prognostiziert, eingesetzt werden. Zu den bereits bestehenden acht Videokameras an sechs Standorten sollen im Welser Stadtgebiet weitere folgen. Gemeinsam wird die Stadt Wels in Absprache mit der Polizei Wels zusätzliche Standorte beziehungsweise Plätze suchen, bei denen Videokameras installiert werden können – so beispielsweise auf dem Bahnhofsvorplatz oder auf dem Gelände des neuen Volksgartens.
Nächste Schritte
Die nächsten Schritte der Kampagne sind die offizielle Freischaltung der Meldestelle am Montag, 2. März, eine Informationskampagne in Stadtmedien und via Social Media, die Evaluierung eingegangener Meldungen, die Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen (z. B. Beleuchtung, Reinigung, Rückschnitt) sowie die Berichterstattung über Fortschritte.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Bürger haben für mich oberste Priorität. Mit der Kampagne laden wir die Welserinnen und Welser ein, aktiv mitzugestalten und gemeinsam Wels noch sicherer zu machen.“
Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Jede Wahrnehmung zählt. Unterschiedliche Lebenssituationen bringen unterschiedliche Blickwinkel mit sich – genau das macht diese Initiative wertvoll. Wir nehmen alle Hinweise ernst und arbeiten konsequent an umsetzbaren Lösungen.“
Textquelle: Stadt Wels
Bildquelle: FPÖ Wels