Volksgarten Neu: Erster von 500 neuen Bäumen gepflanzt
Ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Neugestaltung und Erweiterung des Welser Volksgartens wurde nun erreicht: Im Beisein von Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Innenstadtreferentin Christa Raggl-Mühlberger, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Gottfried Struggl (Landesgartenschau Wels) sowie Ing. Andreas Jakel (Geschäftsführer Jakel Grünbau) wurde der erste von insgesamt rund 500 neuen Bäumen gesetzt.
Baumreicher Park
Dabei handelt es sich um eine Rotblühende Kastanie (Aesculus carnea ‚Briotii’). Das Gehölz mit einem aktuellen Stammumfang von 35 bis 40 Zentimetern schmückt ab sofort die neue Volksgartenallee und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern. Neben dem nun in die Erde gesetzten Baum sieht das Baumpflanzkonzept für die Volksgartenallee die Arten Vogelkirsche, Scharlach-Rosskastanie, Trompetenbaum und Schnurbaum vor.
In der ebenfalls geplanten Tiergartenallee kann man nach der Fertigstellung unter Ulmen, Linden und Zürgelbäumen spazieren. Diese Bäume sind klimaresilient, haben eine schöne dichte Krone und eine anschauliche Herbstfärbung. Für die ökologischen Bereiche, Wiesen und Rasenflächen sind heimische Gehölze – wie beispielsweise Sal-Weiden – und Sträucher – zum Beispiel Hundsrosen – vorgesehen, die die Biodiversität fördern und vielfältige Strukturen schaffen.
Neben den erwähnten neuen Bäumen werden am Areal mehr als 30 verschiedene Stauden-Arten mit rund 9.500 Sträuchern, acht Gräser-Arten mit rund 11.900 Pflanzen und 22 verschiedene Blumen-Arten mit mehr als 25.900 Blumenzwiebeln gesetzt.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Innenstadtreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Der Start der ersten von rund 500 Baumpflanzungen markiert einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Neugestaltung des Volksgartens. Aus einer versiegelten Fläche wird nun ein Ort des Lebens, der Erholung und der Begegnung entstehen. Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur ein neues grünes Herz für unsere Stadt, sondern auch einen nachhaltigen Erholungsraum, der den kommenden Generationen – vom Säugling bis zum Senior – Freude, Gesundheit und Lebensqualität schenken wird.“
Wiederverwertetes Abbruchmaterial
Wie berichtet, wird bei den Bauarbeiten im Welser Volksgarten ein besonderer Schwerpunkt auf die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gelegt. Für die Errichtung der befestigten Flächen werden deshalb rund 6.500 Kubikmeter zertifiziertes Betonrecyclingmaterial direkt auf der Baustelle wiederverwendet. Darüber hinaus wird ein großer Teil des noch vor Ort vorhandenen Recyclingmaterials – insgesamt rund 10.000 Tonnen, die nicht unmittelbar im Bereich des Volksgartens benötigt werden – von der Stadt Wels übernommen.
Dieses hochwertige Material steht künftig für weitere Bauprojekte im Stadtgebiet zur Verfügung. Mit dieser Maßnahme leistet die Stadt Wels einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft: Durch den gezielten Einsatz von zertifiziertem Recyclingmaterial werden natürliche Ressourcen geschont, Transportwege reduziert und wertvolle Baustoffe nachhaltig im Stoffkreislauf gehalten – ein vorbildliches Beispiel für umweltbewusste Stadtentwicklung.
Weitere Aufträge vergeben
Der Kostenrahmen für das Projekt Erweiterung Volksgarten beträgt laut einstimmigem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates am Montag, 18. November 2024 inklusive Beitrag der Wels Holding GmbH (Hallenabriss) und Reserven nicht ganz 20 Mio. Euro, welcher durch effektiven Ressourceneinsatz und gute Ausschreibungsergebnisse reduziert werden konnte. Zusätzlich zu den bereits berichteten Vergaben kamen mittlerweile im Stadtsenat zwei weitere Aufträge dazu: Nämlich für den Seerosenteich (knapp 900.000 Euro brutto) und die Zaunanlage (rund 500.000 Euro brutto).
Oberösterreichisches Landesgartenschau Wels: Nur noch 500 Tage bis zur Eröffnung
Mit dem Tag der ersten Baumpflanzung startet für die Landesgartenschau Wels 2027 auch der Countdown in die entscheidende Phase: Am Sonntag, 16. November sind es nur noch 500 Tage bis zur Eröffnung im April 2027. Bis dahin wird sich Wels mit sechs fantastischen Gartenwelten in die Stadt der Gärten verwandeln: Jede davon mit einem eigenen Charakter, aber alle vereint durch das Ziel, die Stadt lebendiger und noch lebenswerter zu gestalten.
Landesrätin Michaela Langer-Weninger (Land- und Fortwirtschaft): „Ein Baum braucht Zeit, um zu wachsen – genau wie große Projekte. Nun, knapp 500 Tage vor der Landesgartenschau, setzen wir den ersten Baum – das erste Grün an einem Ort, der lange vom Grau des alten Messegeländes geprägt war. Das ist ein starkes Zeichen für Neubeginn und Nachhaltigkeit. Auch der Schutt der ehemaligen Messehallen wird wiederverwertet und bildet die Grundlage für Neues – gelebte Kreislaufwirtschaft, bei der Gutes zurückkommt: für Klima, Umwelt und die Menschen in Wels und ganz Oberösterreich. Mit der Zukunftsstrategie ‚Gutes kommt zurück‘ habe ich das von mir geführte Agrarressort gezielt auf Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung ausgerichtet.“
Dipl.-Ing. Gottfried Struggl (Geschäftsführer Landesgartenschau Wels): „Der Countdown läuft – die knapp 500 Tage bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in Wels zeigen: Die Stadt der Gärten entsteht durch starke Partnerschaften, engagierte Menschen und die gemeinsame Leidenschaft, Wels noch lebenswerter zu machen.“
Textquelle: Stadt Wels
Bildquelle: FPÖ Wels