Rabl: „Wir brauchen Bestandsgarantie für Kaserne Wels!“

Befremdet zeigt sich Bürgermeister Dr. Andreas Rabl über die gestern von Verteidigungsministerin Mag. Klaudia Tanner verlautbarten Pläne zur Bundesheerreform. Nach den vorliegenden Medieninformationen droht dem Heer in Österreich ein Kahlschlag.

Auch Kasernenstandorte in Oberösterreich sollen von der Heeresreform nicht verschont bleiben. Geplant ist eine Reduktion bei schweren Waffen und dem Personal. Aus diesem Grund könnte auch die Kaserne in Wels betroffen sein, in der derzeit 48 Kampfpanzer Leopard beim Panzerbataillon 14 stationiert sind.

Bereits seit Jahren ist geplant, die Kampfpanzer Leopard zu modernisieren und in die Infrastruktur – unter anderem in Wartungshallen zu investieren. Aufgrund der angespannten Budgetsituation ist das bisher nicht erfolgt.

Die Stadt Wels verbindet mit der Garnison ein seit Oktober 2002 bestehender Partnerschaftsvertrag. Die Kaserne ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region, weshalb eine Verkleinerung des Kasernenstandorts weitreichende, auch wirtschaftliche Auswirkungen hätte.

Bereits vergangene Woche war der Kasernenstandort Gesprächsthema, da dort eine Sicherheitsinsel entstehen sollte, wo im Fall einer Krise die Versorgung sichergestellt werden kann.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wir brauchen eine Bestandsgarantie für die Kaserne. Sie ist für die Wertschöpfung der Region Wels unverzichtbar und eine Verkleinerung daher nicht akzeptabel.“

Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Der Kasernenstandort Wels muss als Sicherheitsinsel ausgebaut, zumindest aber auf dem bisherigen Niveau modernisiert werden.“

Bürgermeister Dr. Rabl und Vizebürgermeister Kroiß ersuchen daher Verteidigungsministerin Mag. Tanner um Klarstellung und Abgabe einer Bestandsgarantie für die Kaserne Wels.
 



FP-Wels, am 25.06.2020





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