Josseck-Herdt fordert Konzept für Nachmittagsbetreuung

Der von der SPÖ Fraktion eingebrachte Initiativantrag zur Nachmittagsbetreuung (NABE) in den Schulen, der im Gemeinderat am 11. Juni 2018 zur Abstimmung gebracht wird, ist in mehrfacher Hinsicht abzulehnen.

Zum einen fordert die SPÖ eine Gratisnachmittagsbetreuung für jeden. Diese Forderung ist unsozial, weil damit auch hohe Einkommensbezieher keinen Beitrag zur Kinderbetreuung leisten müssen.

„Es kann nicht sein, dass der Bankdirektor trotz hohem Verdienst keinen Beitrag leisten muss. Diese Gleichmacherei passt in die Gratismentalität der SPÖ und ist abzulehnen“, so StR. Margarete Josseck-Herdt.

Befremdlich ist auch die zweite Forderung, wonach schon ab dem Schuljahr 2019/2020 in jedem Welser Stadtteil ein Nachmittagsangebot vorhanden sein soll. Der Ausbau der Nachmittagsbetreuung fällt in die Zuständigkeit von Stadtrat Reindl-Schwaighofer, deshalb stellt sich die Frage, warum noch kein Konzept vorgelegt wurde. Es wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt noch annähernd keine Bedarfserhebung durchgeführt. Lediglich in der Neustadt wurde ein unvollständiger Fragebogen ausgefüllt.

StR. Josseck-Herdt: „Nur wenn der Bedarf über einen längeren Zeitraum hinweg festgestellt wurde, kann auf diesen Fakten ein Konzept für die Nachmittagsbetreuung in den Stadtteilen erstellt werden. Hier wurde auf Grund der Untätigkeit des Referenten wertvolle Zeit vertan. Sobald eine fundierte Bedarfserhebung vorliegt, müssen die geeigneten Grundstücke gesucht, ein Raumprogramm erstellt und die Planung begonnen werden. Es ist selbstverständlich, dass bei einer realistischen Betrachtung der im Antrag genannte Zeitpunkt für die Eröffnung (Beginn Schuljahr 2019/2020) nicht machbar ist.“

Auch die Notwendigkeit der Ausweitung der Öffnungszeiten kann erst nach einer Bedarfserhebung beurteilt werden. In der Vergangenheit haben Fehleinschätzungen zum Bedarf zu erheblichen Fehlinvestitionen geführt. So ist die NABE in der NMS 8 (Lichtenegg) nur zu 30 Prozent ausgelastet, auch in der NMS 2 (Pernau) sind derzeit Plätze frei.

StR. Josseck-Herdt: „Es drängt sich der Verdacht auf, dass der für die Nachmittagsbetreuung zuständige Referent, es bisher verabsäumt hat, ein Konzept für den Ausbau der Nachmittagsbetreuung vorzulegen, auf dessen Basis der Ausbau umgesetzt werden kann. Ich fordere daher Stadtrat Reindl-Schwaighofer auf, die Arbeit zu beginnen anstatt populistische Forderungen zu erheben.“
 



FPÖ-Wels, am 10.06.2018





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