ÖVP-Vorschlag zur Parkgebührenabschaffung nicht fertig gedacht

Verwundert zeigt sich die Innenstadtreferentin Vzbgm. Christa Raggl-Mühlberger über den heutigen Vorstoß der ÖVP zum Thema Gratisparken. Die Parkgebühren wurden in der Stadt Wels im Jahr 1992 eingeführt und in der Folge mehrfach, wie etwa 2009 und 2010, geändert. Derzeit kann man mit einem Euro Parkgebühr max. zwei Stunden, bei Einbeziehung der Mittagspause drei Stunden parken. Damit hat Wels - auch im Vergleich zu anderen Städten – eine der günstigsten Parkgebühren.

Grund für die Einführung der Parkgebühren war, dass die Parkplätze in der Innenstadt von den Geschäftskunden genutzt werden sollten, Angestellte von Dienstleistern, Geschäften und dem Magistrat wurde eine Gratis-Parkmöglichkeit im Messegelände geboten.
 
Es hat sich nämlich herausgestellt, dass – vor Einführung der Parkgebühren – der Großteil der Innenstadtparkplätze trotz Kurzparkzone von Personen, die in der Innenstadt arbeiten, oder Bewohnern genutzt wurde.
 
Darüber hinaus werden derzeit mit den Parkgebühren sowie Strafentgelten auch nach Abzug der damit verbundenen Aufwendungen (Parkraumüberwachung) Einnahmen in der Höhe von 738.000 Euro erzielt.
 
Eine völlige Abschaffung der Parkgebühren würde daher zu einem Parkchaos in der Innenstadt sowie zu Einnahmenausfällen führen. Generell wird die Tarifpolitik der Stadt Wels von vielen Geschäftsleuten gelobt und auch der Obmann der Welser Kaufmannschaft unterstützt die Gebührenpflicht. 
 
Vzbgm. Raggl-Mühlberger: „Der ÖVP-Vorschlag auf Abschaffung der Parkgebühren ist nicht zu Ende gedacht. Weder sind die Einnahmenausfälle berücksichtigt noch die negativen Folgen für die Kaufleute mitbedacht. Die FPÖ hat sich bereits vor der Wahl dazu bekannt, keine Gebührenerhöhungen durchzuführen. Dieses Wahlversprechen wird eingehalten.“



FPÖ-Wels, am 18.01.2018





  Zurück zur News-Übersicht