Raserei: Erschreckende Drei-Jahres-Bilanz
Laut Medienberichten gab es in der Welser Salzburger Straße (zwischen Schulstraße und Grüne Zeile) innerhalb von drei Jahren mehr als 7.700 Geschwindigkeitsübertretungen. Trauriger Höhepunkt waren kürzlich zwei Männer, die sich mit ihren Autos – und Kindern auf der Rückbank – ein Straßenrennen mit bis zu 120 km/h lieferten. 
 
Für den Welser Sicherheitsreferenten Vizebürgermeister Gerhard Kroiß sind diese Zahlen erneut ein Beweis dafür, dass die Polizei diese Bundesstraße noch stärker als bisher kontrollieren muss. Neben der vollen Ausreizung des Strafrahmens müsse dabei die Radarmessung mit sogenannten Anhaltekommmandos (sofortiges Aufhalten des KFZ-Lenkers durch die Polizei im Zuge der Ra-darmessung) durchgeführt werden. Nur so könne bei Rasern ein erzieherischer Effekt beziehungs-weise eine Bewusstseinsbildung herbeigeführt werden.
 
Die vorgelegten Zahlen zeigen für Kroiß darüber hinaus, dass in diesem Bereich eine stationäre Radaranlage notwendig ist. Für den Welser Sicherheitsreferenten ist daher das Stadtpolizeikommando Wels gefordert, den „Drei-Stufenplan zur Errichtung stationärer Radaranlagen“ des Bundesministeriums für Inneres einzuleiten. Darin enthalten ist neben der Erhebungsphase eine Über-wachungsphase und letztlich die Entscheidungs- und Realisierungsphase.
 
„Da die in diesem Bereich eingenommenen Strafgelder zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent der Landespolizeidirektion zugewiesen werden, muss das notwendige Geld für die Errichtung einer stationären Radaranlage auch von dieser Stelle zur Verfügung gestellt werden“, so Kroiß, der abschließend festhält: „Stadt und Polizei haben ein gemeinsames Interesse: Nämlich Rasern bewusst zu gemacht, dass sie mit ihrem verantwortungslosen Verhalten Personen verletzen oder gar töten können.“

Bild- und Textqelle: Stadt Wels 



FP-Wels, am 26.11.2020





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