Wels erweitert sozialpädagogisches Tageswohnen

Eine neuerliche Erweiterung der Räumlichkeiten und eine zusätzliche Mitarbeiterin machen es möglich: Das sozialpädagogische Tageswohnen der Stadt Wels (Brennereistraße 13) bietet nun bis zu zehn – statt wie bisher acht – Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und zwölf Jahren Platz.

In dieser Einrichtung der städtischen Dienststelle Kinder- und Jugendhilfe arbeiten nun fünf – statt wie bisher vier – Sozialpädagogen mit den untergebrachten Kindern und deren Familien. Die Zusammenarbeit mit den Familien ist ein wesentlicher Bestandteil des sozialpädagogischen Tageswohnens. Denn es sollen gemeinsam Strategien erarbeitet werden, die es den Familien ermöglichen, dass die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld aufwachsen können. Mit dem Tageswohnen versucht die Stadt Wels, die Familien möglichst zu entlasten, um dann gemeinsam neue Vorgehensweisen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die intensive Kooperation mit den Familien ist wichtig, um einen Transfer des Gelernten nach Hause zu gewährleisten und die Eltern in ihren Handlungsmöglichkeiten zu stärken. Wichtig ist auch der laufende Austausch mit den Lehrkräften und anderen Partnern, wie etwa Therapeuten.

Die Einrichtung bietet seit ihrer Eröffnung im Jahr 2009 einen Platz, um die Entwicklung der betreffenden Kinder und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. Der Weg ins Tageswohnen erfolgt ausschließlich über die Kinder- und Jugendhilfe. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre, kann im Ausnahmefall jedoch nochmals um ein halbes bis ein Jahr verlängert werden. Während der Schulzeit kommen die Kinder direkt nach der Schule ins Tageswohnen, an schulfreien Tagen und in den Ferien beginnt die Betreuung um 09:00 Uhr. Für das leibliche Wohl ist mit einem Mittagessen sowie einer selbst zubereiteten Nachmittagsjause gesorgt. Bis zum Abend gibt es einen strukturierten Tagesablauf mit wiederkehrenden Fixpunkten, Ritualen und Konsequenzen, um Sicherheit und Klarheit zu vermitteln. Zusätzlich finden Gruppenprojekte und Einzelförderungen statt.

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Viel Platz und viel Geborgenheit ist für die Kinder im sozialpädagogischen Tageswohnen besonders wichtig. Es freut mich, dass die Räumlichkeiten zum zweiten Mal nach 2018 vergrößert und eine zusätzliche Mitarbeiterin aufgenommen werden konnten. Dadurch kann die Stadt Wels nun bis zu zehn Kinder samt Familie unterstützen.“

Übrigens: In den ebenfalls zur Kinder- und Jugendhilfe gehörenden Eltern-/Mutterberatungsstellen Pernau (Ingeborg-Bachmann-Straße 23), Noitzmühle (Föhrenstraße 13) und IGLU Vogelweide (Billrothstraße 17) finden die Sprechtage unter Einhaltung der COVID-19-Vorschriften weiterhin statt. Einzelberatungen sind nach telefonischer Absprache ebenfalls möglich. Spielangebote im IGLU finden im Lockdown nicht statt. Nähere Infos (Termine, Telefon-nummern etc.) unter www.wels.gv.at > Lebensbereiche> Leben in Wels > Familie und Kinder > Eltern-/Mutterberatung im Internet!

Textquelle: Stadt Wels



Bildquelle: Stadt Wels / Das Foto entstand vor Covid-19



FP-Wels, am 20.11.2020





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