FPÖ fordert Hospiz für Wels

Stationäre Hospize als spezialisierte Versorgungseinrichtungen für unheilbar Erkrankte oder Sterbende stellen eine wichtige Ergänzung zur ambulanten und familiären Versorgung dar.

Seit dem Jahr 2005 besteht zwischen Bund und Bundesländern ein Einvernehmen darüber, dass eine flächendeckende Versorgung im Hospiz- und Palliativbereich umgesetzt werden soll.

In Wels leisten seit zwanzig Jahren die Mitarbeiter der Hospizbewegung großartige Arbeit. Sie begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase ambulant, lindern ihre Schmerzen und ermöglichen den unheilbar Kranken ein würdevolles Sterben.

Viele Kranke können aber nicht zu Hause gepflegt werden. Entweder, weil sie alleine leben oder aufgrund der weit fortgeschrittenen Erkrankung medizinisch und psychisch nicht mehr in ausreichender Form betreut werden können.

Für diese Menschen ist ein stationäres Hospiz dringend notwendig.

Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „Eine Menge Gründe sprechen dafür, im Alten- und Pflegeheim Noitzmühle ein stationäres Hospiz für bis zu sechs Personen zu integrieren. Wertvolle Synergien und die vorhandene Infrastruktur können genützt werden.“

Das Haus hat sich seit der Eröffnung 2015 einen hervorragenden Ruf in der Palliativ- und Hospizbetreuung erarbeitet. Dieser ist der hohen Kompetenz, dem Engagement und der ständigen Weiterbildung der Mitarbeiter des Bereiches Palliative Care geschuldet.

„Im APH Noitzmühle herrschen die besten Voraussetzungen für ein stationäres Hospiz, das ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der palliativmedizinischen Versorgung der Region wäre,“ ist Josseck-Herdt sicher.

Die Stadt Wels hat schon mehrmals, in enger Zusammenarbeit mit der Hospizbewegung Wels, beim Land Oberösterreich Bedarf angemeldet und die Forderung nach der Genehmigung eines stationären Hospizes erhoben. Die Gesundheitsdirektion stellte die Zusage allerdings erst für das Jahr 2027 in Aussicht.

Stadträtin Josseck-Herdt: „Die vom Land genannte Umsetzungsfrist bis 2027 ist zu lang. Im Haus Noitzmühle sind schon jetzt alle Voraussetzungen für die Einrichtung gegeben. Die Landesregierung hat keinen Grund zu warten. Wir fordern eine rasche Umsetzung und werden dieses Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung im Rahmen einer aktuellen Stunde einbringen“. 



FP-Wels, am 06.09.2020





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