Wels erweiterte Kontakt- und Anlaufstelle für Suchtkranke

Mit fast 180 Quadratmetern doppelt so groß als vorher sind nun die Räumlichkeiten der Niederschwelligen Kontakt- und Anlaufstelle NIKADO in der Salzburger Straße 56. Dort – und im Rahmen des Drogenstreetwork – kümmern sich nun vier statt bisher drei Mitarbeiter um Menschen, die illegale Substanzen konsumieren oder sich in einem Substitutionsprogramm befinden.

Die Erweiterung dieser Einrichtung der Dienststelle Sozialservice und Frauen bietet mehrere Vorteile: Ab sofort ist an vier statt bisher zwei Tagen geöffnet, und zwar Montag von 10:00 bis 13:00 Uhr, Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag von 11:00 bis 13:00 Uhr. Die räumliche Erweiterung ermöglicht den Klienten nun, ihre Grundbedürfnisse besser zu befriedigen: Dank einer Dusche und einer Waschmaschine besteht nun die Möglichkeit zur persönlichen Hygiene. Weiters gibt es zusätzlich ein ruhiges Beratungszimmer, eine Küche, einen Gruppen- beziehungsweise Aufenthaltsraum sowie Büroräumlichkeiten.

NIKADO bietet unter anderem eine suchtbegleitende Unterstützung in vielfältiger Hinsicht. Dazu gehören Beratungen, Begleitungen und Weitervermittlungen, Informationen über die Substanzen, den damit verbundenen Konsum und Krankheiten sowie zur Substitution, Kriseninterventionen, Krankenhaus- und Haftbesuche sowie alltagsstrukturierende Projekte und Freizeitaktivitäten.

Ebenso im Angebot enthalten sind ein anonymer Spritzentausch (ergänzt durch einen Präventionsautomaten), ärztliche Beratung (beides kostenlos) sowie neben der bereits erwähnten Dusch- und Waschgelegenheit auch die Möglichkeit zum Essen. Das Drogenstreetwork versucht zusätzlich, bisher noch nicht erreichte Menschen, die illegale Substanzen konsumieren, anzusprechen und bestehende Kontakte zu intensivieren. Damit wird in weiterer Folge auch der öffentliche Raum entlastet.

Insgesamt hatte NIKADO im abgelaufenen Jahr 2019 mehr als 3.400 Klientenkontakte zu verzeichnen (innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten, beim Drogenstreetwork, bei Projekten etc.).

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Abhängigkeit von illegalen Suchtmitteln ist in den meisten Fällen auch mit sozialer Ausgrenzung verbunden. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Betroffenen – so gut es geht – unterstützt werden. NIKADO ist dabei ein wichtiger und dank der Erweiterung nun noch wirksamerer Baustein!“

Textquelle: Stadt Wels



Bildquelle: Stadt Wels


 



FP-Wels, am 14.07.2020





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