Welser Messen für 2020 akut gefährdet: Die Bundesregierung muss handeln

Die Corona-Krise hatte aufgrund der verhängten Ausgangs- und Versammlungsbeschränkungen massive Auswirkungen auf das Messegeschehen in Wels. Knapp 80 Veranstaltungen am Messegelände mussten abgesagt werden. Darunter große Publikumsmessen, wie beispielsweise die Frühjahrsmesse „Blühendes Österreich“ oder die „Pferd Wels“. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Welser Messe sind gewaltig, es sind Umsatzrückgänge in Millionenhöhe zu erwarten.

Festzuhalten ist, dass in der nächsten Woche wichtige Entscheidungen für den Messefahrplan anstehen. So ist einerseits zu entscheiden, ob die Welser Herbstmesse – verbunden mit einer Garten- beziehungsweise Pferdeausstellung – und dem großen Welser Volksfest stattfinden kann. Auch hinsichtlich der „Agraria 2020“ müssen die Weichen gestellt werden, da die Aussteller derzeit massiv verunsichert sind.

Die bisherigen Appelle und Nachfragen – nicht nur der Welser Messe, sondern auch der gemeinsamen Interessensvertretung „Messe Austria“ – bei der Österreichischen Bundesregierung haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Die übermittelten Schreiben blieben unbeantwortet. Aufgrund dieser Untätigkeit ist das restliche Messejahr 2020 akut gefährdet.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Bis heute ist in Wien zu den Messen keine Entscheidung gefallen, die Messeveranstalter werden von einer Stelle an die andere verwiesen, das ist nicht länger akzeptabel. Die Welser Messe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region und Aushängeschild für die oberösterreichische Wirtschaft. Wir brauchen daher eine rasche Entscheidung. Wenn die Bundesregierung nicht bereit ist, diese Entscheidung zu treffen, werde ich mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer das Einvernehmen herstellen und in enger Abstimmung mit dem Land versuchen, eine Entscheidung auf Landesebene herbeizuführen. Es ist nicht verständlich, warum Einkaufszentren öffnen und Kulturveranstaltungen mit hunderten Besuchern auf engstem Raum stattfinden können, Messen aber nicht abgehalten werden dürfen. Hier braucht es eine Lösung.“



FP-Wels, am 07.06.2020





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