Noch sicherer und schneller von A nach B: Wels verbessert seine Verkehrsflächen

Fast 4,4 Mio. Euro investiert die Stadt Wels heuer in ihre Straßen, Gehsteige und Radwege. Das sind um rund 1,4 Mio. Euro mehr als 2019. Bereits im Vorjahr ist es gelungen, die öffentlichen Verkehrsflächen im Stadtgebiet weiter zu modernisieren.


Gute Noten für Infrastruktur

Im stadteigenen Straßenzustandskataster sind sämtliche öffentliche Verkehrsflächen erfasst und nach Schulnoten beurteilt. Damit ergibt sich eine detaillierte Übersicht über die exakte Länge und Fläche des Straßennetzes, den Straßenaufbau (Asphalt fein, Asphalt grob, Pflaster, Beton, Schotter, Unbefestigt) sowie dessen Zustand.

• Das Gesamtsystem mit allen öffentlichen Fahrbahnen, Gehsteigen, Radwegen und Parkflächen umfasst mit Stand Ende 2019 rund 2,5 Mio. Quadratmeter.
• Von den genannten Verkehrsflächen sind rund 66 Prozent in „sehr gutem“ oder „gutem“ Zustand (2018: 63,1 Prozent).
• Mit „Nicht genügend“ wurden lediglich 3,0 Prozent (2018: 3,5 Prozent) beurteilt. In absoluten Zahlen verringerten sich diese Flächen um fast 11.500 auf rund 73.300 Quadratmeter.
• Besonders interessant ist ein Blick auf die Fahrbahnen mit hoher Verkehrsbelastung. Davon gab es Ende 2019 im gesamten Stadtgebiet rund 234.000 Quadratmeter.
• Auch hier gelang eine Verbesserung: Rund 80,2 Prozent wurden mit der Note „Sehr gut“ oder „Gut“ beurteilt (2018: 77,4 Prozent).


Weitere Verbesserungen 2020

Das heurige Welser Straßenbauprogramm ist laut stimmenmehrheitlichem Gemeinderatsbeschluss mit rund 4,4 Mio. Euro dotiert. Somit wendet die Stadt rund 1,4 Mio. Euro mehr Mittel für neue und bessere Verkehrsflächen auf als im abgelaufenen Jahr 2019. Das Gesamtvolumen für den Neubau von Straßen, Gehsteigen und Radwegen liegt heuer bei fast 3 Mio. Euro, für die Erhaltung sind weitere 1,3 Mio. Euro vorgesehen. Dazu fließen 83.000 Euro in die Errichtung und die Sanierung von Welser Brücken.


Verkehrssicherheit

Alle Welser Verkehrsteilnehmer sollen möglichst sicher von A nach B kommen. Daher sind auch 2020 zahlreiche Maßnahmen zur Schulwegsicherung, Sanierung von Unfall-Häufungspunkten und zur Verkehrsberuhigung (Kreuzungsumbauten, Beleuchtung von Schutzwegen etc.) geplant. Hier ist vor allem die Vorbereitung einer 30 km/h-Zone im Bereich des künftigen Kindergartens in der Negrellistraße im Stadtteil Pernau zu nennen.


Straßen

Neue Straßen entstehen, um neue oder künftige Wohnbauten oder Betriebe erreichbar zu machen oder um bestimmte Stadtteile besser durchqueren zu können. Zwei zentrale Maßnahmen im Bereich Straßenneubau und -erhaltung im Jahr 2020 betreffen die Innenstadt: Einerseits der Umbau für die Öffnung der Roseggerstraße, andererseits die Neugestaltung der Rainerstraße vom Kaiser-Josef-Platz bis zur Rablstraße. Weiters zu nennen ist die Wimpassinger Straße nördlich der Römerstraße.


Gehsteige

Neue Gehsteige werden 2020 in der Neinergut- (Bereich Gasthof Obermair) sowie in der Rennbahnstraße westlich der Edisonstraße entstehen. Wenn die Grundeinlösung seitens des Landes Oberösterreich über die Bühne gegangen ist, bekommen auch die Vogelweiderstraße nördlich der Bichlwimmer Straße – und diese wiederum westlich der Vogelweiderstraße, und zwar samt Bushaltestelle – einen neuen Gehsteig. Darüber hinaus werden im Stadtgebiet mehrere Lücken geschlossen. Sanierungen stehen heuer in der Eichen-, der Pernauer-, der Freud-, der Nöhamer- und der Linzer Straße sowie in der Schwimmschulgasse auf dem Programm.


Radwege

Im innerstädtischen Bereich ist das kostengünstige und umweltfreundliche Fahrrad ein ideales Verkehrsmittel. Die wichtigsten Neubau- und Erhaltungsmaßnahmen 2020 sind im Radwegbereich in der Maria-Theresia-Straße westlich der Franz-Fritsch-Straße, in der Primelstraße zwischen Mohnstraße und Albrechtstraße und in der Lavendelstraße vorgesehen.


Welser FahrRad-Frühling

Nicht nur die Infrastruktur wird in Wels weiter verbessert: Im Rahmen der FahrRad Modellregion gibt es besonders im Frühling immer wieder Aktionen für den Radverkehr. Hier ein Überblick:

Zu knappes Überholen von Radfahrern durch Kraftfahrzeuge stellt ein hohes Unfallrisiko dar. Ab Montag, 16. März bis Montag, 6. April läuft dazu die Aktion „Rücksicht durch Abstand“: Neben einer Plakataktion im gesamten Stadtgebiet wird es gemeinsam mit der Polizei auch eine Seitenabstandsmessung geben. Mit einem speziellen Messgerät am Fahrradlenker wird der Überholabstand ermittelt und an die weiter vorne postierten Polizisten durchgegeben. Diese halten die betroffenen Kraftfahrzeug-Lenker auf und informieren sie, ob der Abstand zum Rad korrekt eingehalten wurde.

Am Freitag, 20. März startet auch in Wels wieder die Aktion „Österreich radelt zur Arbeit“, Schwerpunkt ist im Mai. Infos und Anmeldungen unter www.radelt.at/zur-arbeit im Internet. Unter dem Motto „Gemeinsam in den Frühling radeln“ erfolgt am Samstag, 21. März ab 10:00 Uhr gemeinsam mit der Gemeinde Krenglbach die Eröffnung des Radweges R19 (Donnerstraße und Mariafeldstraße). Treffpunkt ist beim Gasthaus Hofwimmer (Vogelweiderstraße 166). Das Projekt „Verbesserung der Radhauptrouten“ wird im Förderprogramm (EU-EFRE-Programm) „Investition in Wachstum und Beschäftigung Österreich“ (IWB) mit rund 256.00 Euro unterstützt. Ebenfalls beteiligt ist die Stadt bei der Eröffnung der Radsaison 2020: Unter Federführung des Katholischen Bildungswerkes ist am Sonntag, 19. April um 11:00 Uhr Treffpunkt im Messegelände. An der folgenden Sternfahrt können neben den Pfarren auch alle interessierten Radler teilnehmen.

Im Laufe des Frühjahrs wird die Broschüre „Radeln in Wels“ mit vielen wichtigen Infos neu aufgelegt. Ebenfalls verstärkt beworben werden die sechs neuen Bike & Ride-Haltestellen in der Sudetenstraße (Straubinger Straße), der Wallerer Straße, der Oberfeldstraße, der Negrellistraße, in Dickerldorf (vor dem Welas Park) sowie bei der Umkehrschleife in der Noitzmühle (Traunuferstraße). Bereits jetzt vormerken: Von Mittwoch, 16. bis Dienstag, 22. September beteiligt sich Wels wieder an der Internationalen Mobilitätswoche, der Mobilitätstag ist am Samstag, 19. September.


Zitate

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die Stadt Wels investiert 4,4 Mio. Euro in die Welser Straßen. So wird 2020 unter anderem mit dem Umbau für die Öffnung der Roseggerstraße begonnen und die Rainerstraße neu gestaltet. Besonders wichtig sind mir auch die Maßnahmen zur Schulwegsicherung und zur Sanierung von Unfall-Häufungspunkten.“



FP-Wels, am 10.03.2020





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