Drogen & Raserei: Wels fordert 40 zusätzliche Polizisten

„Wir brauchen dringend mehr Polizisten, die sich schwerpunktmäßig um Raserei, Drogenkriminalität und Gewalttaten kümmern“, sagen Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß. „Diese Problemstellungen sind in Wels besonders hoch und deshalb müssen wir hier dringend handeln.“

In Wels sind derzeit 161 Planstellen besetzt. Rabl und Kroiß fordern eine Aufstockung um 40 Exekutivbeamte auf 200. Damit könnte gerade in den Schwerpunktbereichen Drogen und Raserei verstärkt gehandelt werden.

In Wels geht die Gesamtzahl der Strafdelikte zwar kontinuierlich zurück, allerdings gibt es Ausreißer: So ist die Anzahl der Delikte gegen Leib und Leben sprunghaft angestiegen (+ 22 Prozent). Auch im Bereich der Drogenkriminalität wird wieder eine Steigerung verzeichnet (+ 1 Prozent)

Besonders auffällig ist die deutliche Steigerung bei Raserei in der Stadt. Insgesamt 59.257 Autofahrer haben im Jahr 2019 eine Radarstrafe erhalten. Im Jahr 2018 waren es noch 42.652. Diese Steigerung ist zu einem Teil darauf zurückzuführen, dass die Toleranzgrenze um fünf Kilometer pro Stunde gesenkt wurde, zum anderen auf die verstärkten Kontrollen. Diese waren aber aufgrund der schweren Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit notwendig.

Eine deutliche Steigerung zeigt sich auch bei der Messung mit der Laserpistole: Waren es im Jahr 2018 noch 277 Strafen, so stieg die Zahl um mehr als 50 Prozent auf 603 Anzeigen.

Insgesamt hat sich die Anzahl der Organstrafen fast verdoppelt – von 1.277 im Jahr 2018 auf 2.358 im vergangenen Jahr.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Laut Kriminalitätsstatistik ist die Anzahl der Straftaten in Wels zwar rückläufig, allerdings nicht in den Bereichen Drogen und Raserei. Hier müssen wir schärfer durchgreifen. Mit 40 Polizisten mehr können wir ein deutliches Zeichen setzen.“

Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Um die hohe Kontrolldichte gerade im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung weiter aufrecht erhalten zu können und um der Drogenkriminalität durch eine Drogen-Task-Force Herr zu werden ist es dringend notwendig, weitere Planstellen nach Wels zu bekommen.“

Textquelle: Stadt Wels
 



FP-Wels, am 20.01.2020





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