Wels stellt Weichen für Bundesliga-Fußball

Bis Ende Jänner wollen sich die Stadt Wels sowie die Fußballvereine FC Wels und WSC HOGO Hertha auf eine gemeinsame Nutzung der Sportanlage Wimpassing einigen. Nur mit dieser Lösung – und entsprechenden Investitionen und Adaptierungen – hätte der WSC HOGO Hertha im Falle eines Aufstieges in die 2. Liga eine den Anforderungen entsprechende Spielstätte.

Ausgangslage

Beide Vereine spielen mit ihrer Männer-Kampfmannschaft 2019/2020 in der Regionalliga Mitte. Neben den beiden Welser Klubs sind dort noch drei weitere aus Oberösterreich (Union Gurten, Union VB Vöcklamarkt und die Jungen Wikinger Ried) sowie Vereine aus der Steiermark und Kärnten vertreten.

Der WSC HOGO Hertha liegt momentan vier Punkte hinter Spitzenreiter Sturm Graz Amateure auf Platz vier. Ein Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse – der vom Verein ausdrücklich angestrebt wird – ist aus heutiger Sicht nach der Frühjahrssaison im Bereich des Möglichen. Traditionell trägt der WSC HOGO Hertha seine Heimspiele in der städtischen Sportanlage Mauth (Kopernikusstraße 1) aus. Das Mauth-Stadion erfüllt die Voraussetzungen für eine Stadionzulassung für die 2. Liga in mehrfacher Hinsicht nicht. Insbesondere fehlt es an den notwendigen Sitzplätzen und der entsprechenden Flutlichtanlage.

Der FC Wels liegt aktuell in der Tabelle auf Platz 15 von 16. Ziel ist daher der Klassenerhalt in der Regionalliga Mitte. Die Heimstätte des Vereines ist seit 2016 die ebenfalls städtische Sportanlage Wimpassing (Primelstraße 30). Die „Huber-Arena“ erfüllt im Wesentlichen die Anforderungen für die 2. Liga und kann sehr rasch adaptiert werden.

Positionen

Eine Rückkehr des Bundesligafußballs wäre für die Stadt Wels natürlich äußerst begrüßenswert. Zuletzt spielte mit dem SK Eintracht Wels einer der Vorgängerklubs des FC Wels 1997/1998 in der damaligen 2. Division (heute 2. Liga). Der andere Vorgänger, nämlich der FC Union Wels, war 1982/1983 und 1983/1984 sogar in der 1. Division (höchste Spielklasse, heute Bundesliga) vertreten.

Der WSC HOGO Hertha strebt nun an, im Falle eines Aufstieges die Sportanlage Wimpassing für Spiele der Österreichischen Fußball-Bundesliga (2. Liga ab 2020/2021) sowie im ÖFB-Cup nutzen zu dürfen. Weiters soll die Kampfmannschaft jedenfalls das Abschlusstraining vor den oben genannten Spielen absolvieren können.

Der FC Wels begrüßt und unterstützt diese Bestrebungen im Interesse des Fußballsportes und der Stadt Wels als Sportstadt.

Ziel

Es gilt nun, bis spätestens Ende Jänner eine entsprechende Nutzungsvereinbarung unterschriftsreif auszuverhandeln. Denn der WSC HOGO Hertha muss das dafür nötige Zulassungsverfahren für die 2. Liga bis Anfang März beantragen.

Zitate

Sportreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Als Vertreter der Stadt freut es mich, dass beide Vereine eine konstruktive Stadion-Lösung suchen, damit der WSC HOGO Hertha im Falle eines Aufstieges in der 2. Liga spielen kann.“

Präsident Dr. Gerhard Götschhofer: „Der Oberösterreichische Fußballverband hat ein großes Interesse daran, dass in der zweitgrößten Stadt Oberösterreichs Bundesligafußball gespielt wird.“

Obmann Roland Golger und Obmann Juan Bohensky: „Aufgrund der kommenden Weihnachtsfeiertage war ein positiver Abschluss der Verhandlungen aus Zeitgründen nicht mehr möglich. Es ist uns beiden ein Anliegen, in Ruhe zu einer Lösung zu kommen, mit der beide Vereine zufrieden sind.“

Textquelle: Stadt Wels



Bildtext 1:
V.l. Sportreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, die Obmänner Roland Golger (WSC HOGO Hertha) und Juan Bohensky (FC Wels) sowie Präsident Dr. Gerhard Götschhofer (Oberösterreichischer Fußballverband).

Bildhinweise: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck jeweils honorarfrei).



FP-Wels, am 20.12.2019





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