„16 Tage gegen Gewalt an Frauen“: Plakat- und Fahnenaktion in Wels

Gewalt an Frauen ist nach wie vor die größte Menschenrechtsverletzung und immer noch beziehungsweise immer wieder Thema. Frauen sind gerade in den eigenen vier Wänden oftmals Gewalt physischer, psychischer und sexualisierter Natur ausgesetzt. „Meine Beziehung nicht konflikt-, aber immer gewaltfrei“ ist einer der Standpunkte von Männern, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen. Mit diesem und anderen aussagekräftigen Sprüchen und ihrem Bild erteilen sie in der heurigen Plakatkampagne der Gewalt gegen Frauen eine klare Absage.

Die Sujets werden in verschiedenen öffentlichen Institutionen in Wels (z. B. Amtsgebäude der Stadt, Stadtpolizeikommando, Arbeitsmarktservice, Klinikum Wels-Grieskirchen etc.) ausgehängt. Alle – auch private Unternehmen und Interessierte – sind eingeladen, ein deutliches Statement gegen Gewalt an Frauen zu setzen und sich an der Aktion zu beteiligen. Zu diesem Zweck können sämtliche Plakate angefordert werden (Kontakt siehe unten).

Zusätzlich weht wieder – bereits eine Tradition in Wels seit zehn Jahren – die Flagge der Aktion „Frei leben ohne Gewalt“ der Menschenrechtsorganisation „Terre des femmes“ am Stadtplatz. Die Fahnen werden bis Dienstag, 10. Dezember (internationaler Tag der Menschenrechte) hängen.

Übrigens: Für den von der Dienststelle Sozialservice und Frauen (Frauen und Gleichbehandlung) in Kooperation mit der Arbeiterkammer am Mittwoch, 4. Dezember veranstalteten Filmabend „Suffragette – Taten statt Worte“ mit u.a. Helena Bonham Carter und Meryl Streep gibt es noch kostenlose Zählkarten. Kontakt: Stadt Wels, Dienststelle Sozialservice und Frauen, Frauenbeauftragte Claudia Glössl, MAS, MSc, E-Mail: fg@wels.gv.at oder Tel. +43 7242 235 5050.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Gewalt ist ein Zeichen der Schwäche! Insbesondere dann, wenn sie gegen Frauen gerichtet ist. Diese ist nie zu tolerieren und durch nichts zu entschuldigen. Das zeigt die Aktion ‚16 Tage gegen Gewalt an Frauen‘ auch in Wels alljährlich auf. Danke dafür!“

Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Wir können in den 16 Tagen das Problem nicht lösen, denn es gibt keine gewaltfreie Welt. Wenn wir aber nicht hinschauen und die Gewalt beim Namen nennen, legitimieren wir diese. Gewaltschutz geht uns alle an!“


Bildtext:
Links von der Fahne v.l. Lisa Martinek, Helga Wimeder (ÖGB), Gemeinderätin Laurien Scheinecker, Nationalratsabgeordneter Ralph Schallmeiner, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Nationalratsabgeordnete Petra Wimmer, Gemeinderat Stefan Ganzert und Stadtrat Klaus Hoflehner. Rechts von der Fahne v.l. Vizebürgermeisterin Silvia Huber, Stadtrat Peter Lehner, Bernhard Ille (Kinderschutzzentrum Tandem), Frauenbeauftragte Claudia Glössl, MAS, MSc, von der Dienststelle Sozialservice und Frauen, Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, Susa Haberfellner (Sexualpädagogin und -beraterin, halb verdeckt), Gabriele Oberlinninger (Frauenhaus), Adelheid Kraxberger, Mag. Mariella Mayrhofer (Gewaltschutzzentrum Oberösterreich) sowie Mag. Brigitte und Dipl.-Ing. Johann Schmidl (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage).

Bild- und Texthinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei) 



FP-Wels, am 25.11.2019





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