ASFINAG: Verkehrsfreigabe für neue Anschlussstelle A 8 Wels Wirtschaftspark

ASFINAG und Stadt Wels investieren zehn Millionen Euro, Autobahnanschluss wird am 16. November für den Verkehr freigegeben  

Freitag, 15. November erfolgte die symbolische Verkehrsfreigabe für die neue Anschlussstelle Wels Wirtschaftspark an der A 8 Innkreisautobahn durch Spitzenvertreter der ASFINAG, des Landes Oberösterreich sowie der Stadt Wels und der Marktgemeinde Gunskirchen. Als sogenannte Vollanschlussstelle (vormals benannt „Wimpassing“) bringt sie jeweils eine Auf- und einer Abfahrt in beiden Fahrtrichtungen. Sie entstand nördlich der bestehenden Anschlussstelle West-West im Bereich der Überführung Albrechtstraße. Nach den letzten Arbeiten und Kontrollen des ASFINAG-Streckendienstes wird die neue Anbindung am Samstagnachmittag, 16. November für den Verkehr freigegeben.

Die ASFINAG und Stadt Wels investierten gemeinsam insgesamt rund zehn Millionen Euro in die neue Anschlussstelle. Dank des reibungslosen Bauablaufs erfolgt die Verkehrsfreigabe bereits knapp acht Monate nach dem Spatenstich und somit exakt nach Zeitplan.

"Die Fertigstellung der Anschlussstelle A 8 Wels Wirtschaftspark ist eine Win-Win Situation. Hochrangige und niederrangige Wegebeziehungen verschmelzen in ein effizientes Wegenetz. Von der Verkehrsfreigabe profitieren sowohl Gewerbe und Betriebe, als auch die umliegenden Siedlungsgebiete, die vom Lkw Verkehr entlastet werden“, so Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner

„Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen attraktiven Standort. Auch für den Wirtschaftspark Voralpenland, der mit Sattledt bald seine 18. Mitgliedsgemeinde bekommt, bedeutet die neue Anschlussstelle eine wertvolle Unterstützung in den Bemühungen, die gemeinsame Standortentwicklung und -verwertung zu intensivieren. Das ist ganz im Sinn der künftigen OÖ. Raumordnungsstrategie des Landes OÖ gegen Flächenfraß und Zersiedelung, bei der eine gebündelte, überregionale Raumordnungspolitik im Mittelpunkt steht. Langfristig gibt es im Bereich Wimpassing noch ein großes Entwicklungspotenzial, das durch die neue Verkehrslösung Schritt für Schritt erschlossen werden kann“, betont Landtagsabgeordneter Jürgen Höckner.

Bürgermeister Andreas Rabl: „Es freut mich, dass die Bauarbeiten im Zeit- und Kostenrahmen durchgeführt werden konnten. Die neue Anschlussstelle Wels Wirtschaftspark bietet den umliegenden Unternehmen einen direkten Autobahnanschluss und entlastet gleichzeitig das nahe Siedlungsgebiet vom Lkw-Schwerverkehr.“

Josef Sturmair, Bürgermeister der Marktgemeinde Gunskirchen: „Wir freuen uns, dass diese neue Autobahnanschlussstelle Wimpassing jetzt umgesetzt wurde. Damit wird unser betriebliches Zukunftsgebiet in diesem Bereich direkt an den höchsten Verkehrsträger angeschlossen. Das fördert einerseits die Schaffung neuer Arbeitsplätze und stellt andererseits eine Aufwertung für den Wirtschaftspark Voralpenland dar.“

„Dank eines optimalen Baufortschritts können wir die neue A 8 Anbindung jetzt genau nach Zeitplan für den Verkehr freigeben. Nach ihrer Fertigstellung stehen aber weitere Investitionen im Raum Wels an. So wie heuer machen wir auch 2020 einen weiteren Abschnitt der Welser Autobahn durch eine Erneuerung fit für die Zukunft“, sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH

Die Ziele der neuen Anschlussstelle A 8 Wels-Wirtschaftspark
 
• Verkehrsentlastung des untergeordneten Netzes – insbesondere vom Schwerverkehr
• Leistungsfähiger Anschluss für die Gewerbegebiete Wels und Gunskirchen
• Entlastung der bestehenden Welser Anschlussstellen der A 8

Im Zuge der Errichtung der Anschlussstelle wurden durch die Stadt zwischen Wels/West und Wels/Nord in der Albrechtstraße, Oberfeldstraße und Wimpassingerstraße Durchfahrtsverbote für den Schwerverkehr verhängt und die Ortsteile somit entlastet.

Bau auf geschichtsträchtigem Boden: Römische Zeugnisse für die Nachwelt erhalten

Auch die Bereiche Archäologie und Kulturgüter gehören zum Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP), das auch für die neue Anschlussstelle abgewickelt wurde. Im Bereich Wimpassing wurde das Archäologen-Team fündig: So wurde ein römisches Gräberfeld (erstes und zweites nachchristliches Jahrhundert) mit Urnen und Beigaben wie Statuetten, Öllampen oder Fibeln freigelegt. Diese befinden sich jetzt im Stadtmuseum Wels. 

Entsprechende Untersuchungen im Vorfeld von Neubauten sind „ASFINAG-Standard“ und bringen zentrale Vorteile: oftmals die Entdeckung historisch interessanter Stätten in Gebieten, die ohne neue Straßen-Infrastruktur nicht erkundet worden wären. Die frühzeitige Erkennung, Freilegung und Sicherung der Fundstücke garantiert letztlich auch einen raschen Baufortschritt. Unterbrechungen wegen archäologischer Funde werden so ausgeschlossen oder kurz gehalten.

Zahlen, Daten, Fakten

Für den Bau der Anschlussstelle wurden etwa 70.000 Kubikmeter Erde bewegt – ein großer Teil davon wurde im Baustellenbereich gewonnen und musste nicht per Lkw angeliefert werden. Insgesamt beinhaltet das Welser Projekt der ASFINAG folgende wesentliche Einzelmaßnahmen:

• Vier Rampenfahrbahnen
• Zwei Kreisverkehre
• Drei Gemeindestraßen als Zubringer in und aus dem städtischen Straßennetz
• Verbreiterung der Hauptfahrbahn für zusätzliche Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen
• Bauliche Adaptierung der bestehenden Brücke
• Neue Straßenausrüstung: Bodenmarkierung, Leitschienen, Beschilderung und Verkehrskameras
• Diverse Leitungsarbeiten (Gas, Strom, Wasser) für Dritte
• Landschaftsbauliche Maßnahmen (Umsetzung bis Juni 2020)



Rückfragehinweis:
ASFINAG
Mag. Christoph Pollinger, M.A.
Pressesprecher
Tel.: +43 (0) 664 60108 - 16841
christoph.pollinger@asfinag.at
www.asfinag.at



FP-Wels, am 21.11.2019





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