Land Oberösterreich lehnt Öffnung der Eisenhowerstraße ab

Gegen eine Öffnung der Einbahn Eisenhowerstraße spricht sich der zuständige Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner aus. Dies teilte er der Stadt Wels in einem Schreiben mit.

Die Welser Eisenhowerstraße ist eine Landesstraße B (= ehemalige Bundesstraße bis zur Übertragung an das Land Oberösterreich im Jahr 2002). Aus diesem Grund wäre für eine Öffnung der Einbahn in beide Richtungen die Zustimmung des Landes erforderlich gewesen.

Als Grundlage für die Entscheidung diente dem Land Oberöstereich eine Machbarkeitsstudie der ILF Consulting Engineers Austria GmbH aus Linz. Diese war auf Ansuchen der Stadt Wels gemeinsam von dieser und dem Land Oberösterreich in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis lautete: Eine Öffnung sei grundsätzlich technisch möglich, allerdings aus verschiedensten Gründen nur schwer umsetzbar.

Nach Beratung mit internen Experten kam Landesrat Mag. Steinkellner zu folgendem Schluss: „Von einer Öffnung der B1 Eisenhowerstraße ist aus fachlicher Sicht wegen des enormen Flächenverbrauchs (Entfall von Stellplätzen/Baumallee/Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr), der massiven Reduktion von Verkehrslichtanlagen und der Kosten-/Nutzenrelation der Umbaumaßnahmen, abzuraten.“

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wir müssen die Entscheidung des Landes zur Öffnung der Eisenhowerstraße respektieren, werden aber weiterhin das Gespräch mit dem Land suchen. Vorerst liegt dieses Projekt aber auf Eis.“

Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner: „Durch diese Entscheidung entgeht uns eine Chance, niederrangige Straßen zu entlasten und den höherrangigen Verkehr besser zu lenken. Die Notwendigkeit für ein Mobilitätskonzept für ganz Wels wird damit unterstrichen.“

Stadtrat Peter Lehner (Bauen und Stadtentwicklung): „Ohne Öffnung der Eisenhowerstraße brauchen wir zur Verbesserung der West/Ost-Verbindung in Wels ein umfassendes Mobilitätskonzept. Durch das Nein des Landes haben wir den offensichtlich notwendigen Anlass, mit der Arbeit an diesem Verkehrskonzept für Wels zu beginnen. Zu inkludieren sind der motorisierte Individualverkehr, der Radverkehr, die Gehwege und fußläufige Verbindungen. Auch der öffentliche Verkehr und die Mobilität der Zukunft wollen in Wels strategisch und langfristig geplant sein."



Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).



FP-Wels, am 10.09.2019





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