Equal Pension Day heuer am Montag, 29. Juli

Der Equal Pension Day (EPD) berechnet sich aus der Differenz zwischen Frauen und Männern bei den Pensionen. In Österreich liegt diese seit 2015 bei rund 43 Prozent. Der EPD markiert jenen fiktiven Tag im Jahr, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende bekommen. Er entspricht damit dem Equal Pay Day bei den Einkommen.

Der EPD fällt heuer österreichweit auf Montag, 29. Juli (2018: 28. Juli), in Oberösterreich war er am Mittwoch, 10. Juli (2018: 9. Juli). Wie zahlreiche andere Städte beteiligte sich Wels an einer vom Städtebund koordinierten Aktion: Im Bild Bürgermeister Dr. Andreas Rabl (m.) mit Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber (r.) und der Frauenbeauftragten Claudia Glössl, MAS MSc (l., Dienststelle Sozialservice und Frauen) beim Verteilen von Infomaterial in der Innenstadt. Nachstehend dazu Zahlen und Fakten:

• Das Pensionssystem orientiert sich an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Unterbrechungen. Frauen haben im Schnitt zehn Beitragsjahre weniger als Männer. Das durchschnittliche Antrittsalter zur Alterspension unterscheidet sich nur um rund drei Jahre.
• Besonders deutlich wird jedes fehlende Jahr bei Pensionen mit langer Versicherungsdauer: Bei den 2018 neuzuerkannten Alterspensionen erreichten nur zwei Prozent der Frauen (bei Männern sind es 52 Prozent) jene 45 Versicherungsjahre, die 80 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens als Pension garantieren.
• Wesentliche Gründe für die schlechten Pensionen bei Frauen: Diese arbeiten noch immer zu einem großen Teil in schlechter bezahlten Branchen, die Teilzeitraten sind hoch und der Durchrechnungszeitraum für die Pensionsberechnung ist lebenslang.
• Zudem verdienen Frauen in Österreich in Vollzeit für die gleiche Tätigkeit 22,2 Prozent (EU-Schnitt: 16,7 Prozent) weniger als Männer in derselben Position. (Quelle: Österreichischer Städtebund)

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Sowohl in Oberösterreich als auch in Österreich wird der Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männern schrittweise kleiner. Um diesen positiven Trend weiter fortzusetzen, ist vor allem ein weiterer Ausbau der Kinderbetreuung wichtig.“

Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Frauen sind trotz der rechtlichen Gleichstellung mit Ungleichbehandlungen konfrontiert. Sie haben im Schnitt zehn Beitragsjahre weniger, weil immer noch Frauen es sind, die Beruf und Betreuungspflichten unter einen Hut bringen müssen. Besonders der lebenslange Durchrechnungszeitraum stellt für sie ein großes Problem dar. Ein Aufwärtstrend ist nicht in Sicht.“



Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).

Textquelle: Stadt Wels



FP-Wels, am 29.07.2019





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