Erlebnisinszenierung Traun und "Traum(n)plätze"

Der Traunfluss verbindet seit jeher die Stadt Wels mit ihren Umlandgemeinden. Ein gemeinsames Projekt soll diese Zusammengehörigkeit noch verstärken. Mit einem Rast- und Spielplatz bei der bestehenden BMX-Anlage im Stadtteil Pernau präsentiert Wels die erste Umsetzung. Auch in den anderen Gemeinden – etwa in Thalheim – gibt es bereits Überlegungen.

Hintergrund

Die Stadt Wels will gemeinsam mit Gemeinden der Stadtregion Wels beziehungsweise der Leaderregion Wels-Land das Angebot rund um die Traun verbessern und unter einen roten Faden stellen. Der Regionalentwicklungsverband LEWEL unterstützt die Konzeption „Erlebnisinszenierung Traun“. Die Ausführungsplanung und die bauliche Herstellung könnten in einer Fördereinreichung im EU-Programm „Investition in Wachstum und Beschäftigung Österreich“ (IWB) münden.

Im Auftrag der Leaderregion entwickelt die Firma pronatour (www.pronatour.at) ein funktionales und gestalterisches Konzept samt Vorschlag für eine Dachmarke. Verschiedene Rastplätze, Themenwege, Spielplätze, Badeplätze etc. mit wiederkehrenden Gestaltungselementen sollen zum Bewegen oder Austoben („Aktiv“), Entdecken und Genießen der Natur („Natürlich“) und/oder Entschleunigen und Entspannen („Beruhigend“) einladen. Das Angebot richtet sich primär an Einheimische (Bewohner von Wels/Stadt und Land) sowie an Tagesgäste.

In jeder teilnehmenden Stadt beziehungsweise Gemeinde soll es ein oder mehrere Module der „Traum(n)plätze“ geben. Die „geschwungene“ Gestaltung des Logos und der Erlebniselemente orientiert sich an den Wellen des Wassers und den Flussbiegungen der Traun.

Welser Traunplätze

Als erster Projektteilnehmer präsentiert die Stadt Wels eine konkrete Umsetzung von einem Traunplatz in der Schafwiesen (Stadtteil Pernau, Wels-Ost): Die bestehende BMX-Anlage soll mit einem überdachten Rastplatz, einem Kleinkinderspielplatz mit Sand- und Wasserelementen und einem Abenteuerspielplatz im Gehölz- und Böschungsbereich erweitert werden. Das Ziel ist ein wetterfester Rastplatz mit vielseitigen Aktiv- und Spielmöglichkeiten. Wer ihn besucht, soll sich also nicht nur bewegen, sondern auch entspannen können.

Der Rastplatz soll ein Ort für Radfahrer, Spaziergeher, Walker, Eltern etc. sein, um Energie zu tanken, Kräfte zu sammeln und den Wasservorrat aufzufüllen. Gleich nebenan können Kinder bis acht Jahre im Kinderspielbereich durch Kurbeln, Pumpen oder Schaufeln Sand und Wasser in Bewegung bringen. Der erhöhte Abenteuerspielplatz bietet viel Platz für unterschiedliche Schwing- und Kletterelemente. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre können sich dort auf der bestehenden BMX-Bahn austoben.

Der Standort bietet mehrere Vorteile: Es sind Trinkwasserleitungen in der Nähe vorhanden, und die Stadt ist bereits Eigentümerin der benötigten Flächen. Durch die Lage am Traunradweg beziehungsweise Treppelweg sollte neben den Ortsansässigen auch genügend „Laufkundschaft“ vorhanden sein. Daher hat sich die Stadt die Verwirklichung dieses Standortes zum Ziel gesetzt.

Als zweiten Welser „Traum(n)platz“ hat die Firma pronatour einen Kletter- und Naturspielplatz im Bereich der Traunauen vorgeschlagen. Der konkrete Standort wird noch gesucht. 

Traum(n)plätze in den Umlandgemeinden

Auch in den übrigen teilnehmenden Städten und Gemeinden werden bereits Überlegungen zur Umsetzung und Realisierung der „Traum(n)plätze“ angestellt: Die direkt gegenüber von Wels gelegene Marktgemeinde Thalheim hat beispielsweise einen Badeplatz, einen Wasserspielplatz und einen „Hafen-Rastplatz“ in Planung. Dazu kommt das bereits bekannte Großprojekt eines stationären Traunschiffes.

Ideen gibt es bereits auch für Fischlham, Marchtrenk, Lambach, Stadl-Paura und Schleißheim sowie Gunskirchen und Edt. Auch Bad Wimsbach und Weißkirchen haben ihr Interesse kundgetan. Weiters werden verbindende Erlebnisinszenierungen für die gemeinsame Bewerbung bestehender Angebote an oder in der Nähe der Traun („Erlebnispartner“, „Quartierpartner“, „Genusspartner“ sowie „Mobilitätspartner“) überlegt.

Aktuelle IWB-Umsetzungsprojekte

Noch im heurigen Jahr wird – ebenfalls mit IWB-Mitteln – die gefährliche S-Kurve auf den Landesradwegen R4 Traunradweg und R6 Römerradweg in der Lottstraße entschärft. Damit gewinnt das Radfahren an der Traun zusätzlich an Attraktivität. Weiters sind eine neue Führung des R19 Panoramaweges entlang der A 25 Innkreis Autobahn Richtung Krenglbach, ein Geh- und Radweg in der Voralpenstraße und die Verbindung Am Bahndamm-Primelstraße in Wels-West geplant.

Die Projekte werden mit Mitteln aus dem IWB und vom Land Oberösterreich gefördert. Sie sind von der Stadtregionalen Strategie der Stadtregion Wels abgeleitet, welche im Herbst 2018 von den mitwirkenden Gemeinden beschlossen wurde. Der Prozess wird von der Regionalmanagement OÖ GmbH begleitet.

Zitate

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die Traun ist kein trennendes Element, sondern verbindet Wels und die Umlandgemeinden. An ihrem Beispiel können wir zeigen, wie gut Gemeindezusammenarbeit funktionieren kann.“

Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Wels hat das große Glück, direkt an der Traun zu liegen. Wir müssen deshalb diese Chance nutzen und das Traunufer in Zukunft noch viel stärker als bisher als Wohlfühloase für die Welser Bevölkerung etablieren. Als Umweltreferentin hat dieses Vorhaben deshalb meine volle Unterstützung.“

Stadtrat Peter Lehner: „Die Traun ist verbindendes Element zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden. Diese verbindende Flusslandschaft wollen wir für Bürger und Gäste attraktiveren und mit Hilfe des IWB-Programms entsprechend investieren.“

Bürgermeister Andreas Stockinger (Bürgermeistersprecher Wels-Land): „Es hat eine besondere Qualität, an einem Fluss wohnen zu dürfen. Ich freue mich, dass die Traun durch bezirksübergreifende Projekte für die Menschen zugänglicher und erlebbarer wird. Gemeinsam schaffen wir eine spürbare Steigerung der Lebensqualität in unserer Region.“

Bürgermeister Dipl.-Ing. Karl Kaser (Obmann Regionalentwicklungsverband LEADER-Region Wels – LEWEL): „Das LEADER-Projekt Traum(n)plätze konnte dank des tollen - oft ehrenamtlichen - Engagements in den Gemeinden und der Stadt Wels entwickelt werden. Die einzelnen Erlebnisinszenierungen verbinden Stadt und Land und ermöglichen ein gemeindeübergreifendes Erholungs- und Freizeiterlebnis für Bewohner und Besucher.“


Im Bild (v.l.):

Stadtrat Peter Lehner, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Mag. Magdalena Hellwagner (GF Leader-Region Wels - LEWEL), Vizebürgermeisterin Silvia Huber und Bürgermeister Andreas Stockinger (Thalheim).

Stadt Wels



FP-Wels, am 23.07.2019





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