Wels eröffnet Sonderausstellung zu Kaiser Maximilian I.

In Kürze – nämlich am Mittwoch, 20. März – wird um 19:00 Uhr im Stadtmuseum Burg (Burggasse 13) die Sonderausstellung „Maximilian I.: Kaiser – Reformer – Mensch“ eröffnet.

Dieser Höhepunkt des Welser Maximilian-Gedenkjahres beleuchtet das machtpolitische Streben des Kaisers, seine Reformen und Neuerungen sowie die Verklärung seiner Person nach dem Tod. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beziehung Maximilians zu Wels.

Der Kaiser in 500-facher Vergrößerung

Albrecht Dürer, Hans Burgkmair, Bernhard Strigel oder Albrecht Altendorfer sind nur einige Künstler, die für Kaiser Maximilian I. gearbeitet haben. Von den umfangreichen Werken aus dem Kunsthistorischen Museum, der Albertina oder dem Belvedere in Wien sind in Wels wichtige Gemälde und Druckgrafiken als Reproduktionen zu sehen. Diese spiegeln den Regenten und sein Umfeld wider.

Maximilian liebte es, sich selbst zu inszenieren. Die Ausstellung setzt den Kaiser nun mit moderner Technik in Szene. Mittels digitaler Druckgrafik ist es durchführbar, Originale um das 500-fache zu vergrößern. Diese großflächigen Exponate vermitteln durch die Dimensionen neue und oft auch sehr eindrucksvolle Einblicke und Ansichten von künstlerischen Werken, die dem Betrachter ansonsten verborgen bleiben.

Eine App für Smartphones und Tablets ermöglicht darüber hinaus neue Zugänge zur Kunst. Diese kann mithilfe von Bilderkennung ausgewählte Darstellungen in der Ausstellung identifizieren und zusätzliche Informationen vermitteln. So erzählen unter anderen Friedrich III. über seine Ambitionen für seinen Sohn Maximilian und das Haus Habsburg, ein Landsknecht über das Leben als Söldner oder sein Koch über Maximilians lukullische Vorlieben.

Eindrucksvolle Originale

Natürlich gibt es auch Originale zu bestaunen, etwa Waffen und Rüstungen aus dem 15. und beginnenden 16. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit verdienen ein gotischer Flügelaltar mit einem Medaillon des Kaisers und das Buch der Sebastiansbruderschaft mit Friedrich III. und Maximilian I. als Mitgliedern. Auch einige Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden gezeigt: Beispielsweise von Johann Hazod, Rudolf Steinbüchler oder auch dem 2017 verstorbenen Welser Künstler Sigi Strasser.

Herrscher, Hofleben und Burg im Fokus

Die Ausstellung zieht sich durch die gesamte Burg und nimmt verschiedene Erzählstränge auf. So stellt sie im Obergeschoß Maximilian als Herrscher vor und setzt einen Schwerpunkt in den Beziehungen des Kaisers zu Wels. Im Untergeschoß geben Ton- und Lichtinstallationen Einblick in die Themen der höfischen Jagd und des Turnierwesens. Auch die Geschichte der Burg Wels wird an zwanzig Punkten im Gebäude dem Besucher immer wieder näher gebracht.

Zum Schluss geht die Ausstellung der Frage nach, was von Maximilians Neuerungen geblieben ist. Seine Verwaltungsreform begründete etwa den modernen Beamtenstaat, und seine Reformen im Bereich des Militärs prägen noch heute das Heereswesen. Weiters zu erwähnen sind die Post, aber auch die Wiener Sängerknaben. Gerne wird Maximilian auch als „erster Europäer“ gesehen. Eltern und Großeltern stellten ihn durch ihre Herkunft aus unterschiedlichen Nationen in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Seine Ehen, seine diplomatischen Beziehungen und seine Heiratspolitik zeigen ihn als europäische Figur, die in europäischen Dimensionen dachte und plante.

Zu sehen ist die Sonderausstellung „Maximilian I.: Kaiser – Reformer – Mensch“ von Donnerstag, 21. März bis inklusive Sonntag, 27. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr, Samstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonn- und Feiertag 10:00 bis 16:00 Uhr.

Rahmenprogramm

Von Samstag, 23. März bis inklusive Donnerstag, 11. April veranstaltet der Briefmarkensammlerverein Ovilava ebenfalls in der Burg Wels eine Briefmarkenausstellung. Dazu gibt der Verein eine personalisierte Marke und ein Schmuckkuvert mit Sonderstempel heraus. Diesen gibt es beim Sonderpostamt am Samstag, 23. März von 09:00 bis 13:00 Uhr. Zusätzlich wird auch die Österreichische Post eine Maximilian-Marke herausgeben. Hier ist der begehrte Ersttagsstempel bei einem neuerlichen Sonderpostamt am Donnerstag, 11. April von 09:00 bis 16:00 Uhr erhältlich.

Nach wie vor zu haben sind die Gedenkmedaillen in Silber (Preis: 69 Euro) und Bronze (Preis: 39 Euro). Diese sind in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Münzensammlerverein Wels entstanden und wurden von den Medaillenkünstlern Anton und Thomas Pesendorfer aus Walding gestaltet und geprägt. Erhältlich sind die Medaillen bei den Museumsshops in den Minoriten (Minoritenplatz 4) und in der Burg (Burggasse 13), bei der Wels Info (Stadtplatz 44) sowie direkt beim Verein (Billrothstraße 66/18, Tel. +43 664 457 89 23). Außerdem gibt es drei Exemplare in Bronze zu gewinnen: Nähere Informationen dazu in der März-Ausgabe des Amtsblattes der Stadt Wels!

Am Samstag, 6. April tritt bei der Frühjahrsmesse „Blühendes Österreich“ der Agnes-Bernauer-Festspielverein aus der Welser Partnerstadt Straubing auf: Um 14:00 Uhr sind in der Halle 1 und um 14:45 Uhr in der Halle 20 Szenen aus dem Festspiel „Agnes Bernauer“ aus der Zeit Kaiser Friedrichs III. (Vater von Maximilian I.) zu sehen. Am Samstag, 25. Mai finden im Rahmen der Schubertiade um 15:00 Uhr im Burggarten (Burggasse 13) ein Mittelalterfest und um 19:00 Uhr in den Minoriten (Minoritengasse 4) ein Sonderkonzert mit u. a. Alois Mühlbachler statt. Infos folgen zeitgerecht.

Zitate

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wels gedenkt mit der Sonderausstellung eines Kaisers, dem Wels sehr am Herzen lag. Die zahlreichen Reformen Maximilians I. wirken in vielen Bereichen bis heute positiv nach.“

Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer, MBA: „Das Maximilian-Gedenkjahr nimmt mit der Eröffnung dieser interessanten Sonderausstellung Fahrt auf. Wels hebt sich mit der Art der Inszenierung und der Erzählung der privaten Beziehungen des Medienkaisers zu Wels von anderen Ausstellungsorten ab.“

Text- und Bildhinweise: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).



FP-Wels, am 11.03.2019





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