Equal Pay Day heuer am Samstag, 20. Oktober

Der Equal Pay Day (EPD) berechnet sich aus der Differenz zwischen Frauen und Männern bei den Einkommen. Er markiert jenen fiktiven Tag im Jahr, an dem Vollzeit arbeitende Männer bereits das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht haben.

Heuer fällt der österreichweite EPD auf Samstag, 20. Oktober (2017: Freitag, 13. Oktober). In Oberösterreich war es bereits der Donnerstag, 4. Oktober (2017: Mittwoch, 27. September). Ein Grund für diesen Einkommensunterschied ist die nach wie vor ungleiche Beteiligung von Frauen und Männern an der unbezahlten und an der Erwerbsarbeit.

Um darauf hinzuweisen und Bewusstsein für den EPD zu bilden, gibt es auch heuer wieder eine vom Österreichischen Städtebund koordinierte Aktion. Die Frauenbüros zahlreicher österreichischer Städte – darunter auch Wels – verteilen heuer Taschentuchboxen unter dem Motto „Es ist zum Heulen“. Im Bild Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber mit den Taschentüchern samt Infomaterial.

Zahlen und Fakten

• Österreichs Frauen arbeiten im Verhältnis zu den Männern 73 Tage gratis. Das ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um zumindest sieben (Oberösterreich: acht) Tage.
• Das durchschnittliche Nettoeinkommen von Männern in Österreich liegt bei 24.339 Euro, von Frauen bei 16.623 Euro im Jahr. Daraus ergibt sich ein Minus von 31,7 Prozent.
• Diese Einkommensunterschiede spiegeln sich auch später in der Pensionshöhe wider. Aus diesem Grund wurde vor vier Jahren auch der Equal Pension Day ins Leben gerufen. Die Ursachen dafür sind die gleichen: Je höher das Stundenausmaß der Beschäftigung, umso höher später die Pension. (Quelle: Österreichischer Städtebund)

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Der Equal Pay Day zeigt: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Lohnabstand zwischen Frauen und Männern verringert. Dieser positive Trend soll sich fortsetzen. Mit dem laufenden Ausbau der Kinderbetreuung leistet die Stadt Wels einen wichtigen Beitrag, damit vor allem Frauen Familie und Beruf unter einen Hut bringen können.“

Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Die leichte Verbesserung um eine Woche darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lohnschere zwischen Frauen und Männern nach wie vor stark auseinanderklafft. Frauen brauchen endlich Rahmenbedingungen, die ihnen eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten.“

Bildhinweis: Stadt Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).



FPÖ-Wels, am 22.10.2018





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