Unverständliche Förderungskürzung im Sozialbereich

Ungerecht ist für Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger die Kürzung der Förderung der städtischen Beratungsstelle bei Alkoholproblemen durch das Land Oberösterreich. Bisher hatten das Sozial- und das Gesundheitsressort die Beratungsstelle finanziell unterstützt. 2017 wurden dort 156 Personen (davon zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen) betreut. Auch 19 Angehörige suchten Rat und Hilfe bei den Mitarbeitern. Auf diese Weise wurden in Summe knapp 1.400 Beratungskontakte registriert. Ein großer Teil der Menschen kommt aus eigener Initiative zur Beratung, die restlichen Klienten über Auflage von Gerichten und Behörden sowie über Vermittlung von Ärzten, Angehörigen und Sozialeinrichtungen.

Aufgrund einer Forderung des Landesrechnungshofes hat nun aber das Gesundheitsressort die Förderung für 2018 reduziert, 2019 wird sie ganz eingestellt. Das Sozialressort wiederum hält zwar seine Unterstützung in gleicher Höhe aufrecht, könne aber „aufgrund der schwierigen budgetären Situation“ – wie es in einem Schreiben an Vizebürgermeisterin Raggl-Mühlberger heißt – die Fördersumme nicht im entsprechenden Ausmaß aufstocken. Für die zuständige Sozialreferentin ist dies deshalb besonders unverständlich, da seitens des Landes bereits der Behindertenfahrdienst und der Bereich der Streetworker in der Stadt Wels gekürzt wurden.

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Raggl-Mühlberger: „Alle privaten Einrichtungen zur Alkoholberatung in Oberösterreich erhalten eine hundertprozentige Förderung durch das Land. Es ist nicht einzusehen, wieso das bei einer städtischen Einrichtung anders sein soll. Es ist mir ein Anliegen, dass Betroffene und Angehörige in Wels bestmöglich beraten werden. Ich fordere die zuständigen Mitglieder der Landesregierung auf, die finanzielle Unterstützung wie bisher beizubehalten!“

Textquelle: Stadt Wels



FPÖ-Wels, am 13.08.2018





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