„Nachmittagsbetreuung: 215 Plätze frei“ Deutsch-Förderklassen: genug Räume vorhanden

In Wels besuchen derzeit 4.585 Schüler die Pflichtschule. Die Schülerzahlen sind seit 2003 um 619 Schüler zurückgegangen. Das ist ein Rückgang von 12 Prozent.

Auch die Besuche der Nachmittagsbetreuung sind rückläufig. Im Schuljahr 2013/14 waren es noch 526 Schüler, im heurigen Schuljahr waren es 477.

In sieben von acht Nachmittagsbetreuungseinrichtungen sind insgesamt 215 Plätze frei.

Vor einem Ausbau der Nachmittagsbetreuung ist daher vom zuständigen Referenten der genaue Bedarf zu erheben und sind die Wünsche der Eltern in Bezug auf Betreuung und Öffnungszeiten abzufragen.

In Bezug auf die Gebührenordnung für die Nachmittagsbetreuung ist festzuhalten, dass derzeit ein Nulltarif für Familien mit geringem Einkommen für ausreichend soziale Akzeptanz sorgt. Eine Gratisbetreuung für alle ist abzulehnen, da in der Folge auch Kinder von Eltern mit Höchsteinkommen den Nulltarif in Anspruch nehmen würden. Insgesamt liegt Wels mit dieser Tarifgestaltung im Mittelfeld der oberösterreichischen Städte.

Kritisiert wird die Aussage von StR Johann Reindl-Schwaighofer, dass für die neu einzurichtenden Deutschklassen 30 bis 40 Klassenräume zusätzlich notwendig seien. Diese Zahl lässt sich in keinster Weise nachvollziehen und deckt sich auch nicht mit den Erfahrungen in anderen Bundesländern. Die Stadt geht derzeit davon aus, dass ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Was den Schulneubau in Wels-West betrifft, ist anzumerken, dass auf Grund der sinkenden Schülerzahlen ein Neubau nicht erforderlich ist. Der künftige Schwerpunkt wird daher auf der Sanierung der VS Lichtenegg liegen.

Bgm. Dr. Andreas Rabl: „Die Forderung nach dem Ausbau einer flächendeckenden Nachmittagsbetreuung im gesamten Stadtgebiet ist nicht nachvollziehbar und purer Populismus. Bereits jetzt sind 215 Nachmittagsbetreuungsplätze frei.“

LAbg. Dr. Peter Csar: „Ich danke den Pädagoginnen und Pädagogen für ihre professionelle Nachmittagsbetreuung wie auch den Erzieherinnen im Hort. Die Politik muss diese hervorragende Arbeit für die Bildung unserer Kinder unterstützen und fördern. Stadtrat Reindl-Schwaighofer sollte sich auch konstruktiv daran beteiligen und nicht mit Panikmache die Eltern verunsichern.“

Medienrückfragen: FPÖ Wels
 



FPÖ-Wels, am 25.06.2018





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