Vorträge mit Hirn: Dr. Manuela Macedonia live in Wels

Die renommierte Gehirnforscherin Dr. Manuela Macedonia unterstützt mit ihrem Wissen nicht nur das pädagogische Personal in den Welser Kinderbetreuungseinrichtungen und Volksschulen. Alle Interessierten können die Wissenschaftlerin darüber hinaus bei zwei Vorträgen in der Stadthalle (Pollheimerstraße 1) jeweils von 17:00 bis 19:00 Uhr kostenlos live erleben:

Gehirn für Einsteiger: Am Dienstag, 15. Mai vermittelt Dr. Macedonia in leicht verständlicher Sprache, wie das Gehirn aufgebaut ist und wie es Information, die aus den Sinnesorganen stammt, verarbeitet und speichert. Weiters werden Netzwerke besprochen, die für wichtige menschliche Funktionen, wie Sprache und Gedächtnis, zuständig sind.

Sprache und Gehirn: Am Dienstag, 5. Juni erfährt das Publikum, welche Netzwerke Sprache verarbeiten und welche Sprache produzieren. Darüber hinaus werden Mechanismen des Spracherwerbs sowie Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Mutter- und Fremdsprache präsentiert. Ebenfalls kurz angesprochen werden Probleme, die durch Verletzungen oder Krankheiten der Sprachzentren verursacht werden.

Die Wissenschaftlerin studierte Linguistik, Germanistik und Kognitivpsychologie an der Universität Salzburg, wo sie 2003 bei Prof. Wolfgang Klimesch mit einer Arbeit über Fremdsprachenlernen und Gedächtnis promovierte. In Leipzig setzte sie ihre Forschung am Max Planck Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in der Gruppe von Prof. Angela Friederici fort, einer der weltweit renommiertesten Forscherinnen für Sprache und Gehirn. Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie des Gehirns konnte sie die Vorteile des sensomotorischen Fremdsprachenlernens nachweisen.

Seit 2010 ist Dr. Macedonia als assoziierte Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe „Neuronale Mechanismen zwischenmenschlicher Kommunikation“ in Leipzig tätig. Dort untersucht sie den Effekt von Bildern und Gesten auf das Gedächtnis für Fremdsprache. An der Johannes Kepler Universität Linz ist Dr. Macedonia leitende Wissenschaftlerin: Ihr Forschungsschwerpunkt sind intelligente Systeme, die Menschen beim Erlernen einer Sprache unterstützen können.

Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „Je früher Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache gefördert werden, umso besser sind sie für den Eintritt in die Schule gerüstet. Es freut mich sehr, dass Dr. Macedonia ihr Expertenwissen nicht nur den Welser Kindergarten- und Volksschulpädagoginnen zur Verfügung stellt, sondern auch allen Interessierten.“

Textquelle: Stadt Wels



Bildquelle: privat


 



FPÖ-Wels, am 03.05.2018





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