Kriminalitätsstatistik 2017: Videoüberwachung bewährt sich, aber starker Anstieg bei Drogendelikten

Viele positive Entwicklungen, aber auch einige weniger erfreuliche Ergebnisse bringt die – nun auch für Wels vorliegende – Kriminalitätsstatistik 2017. So nahm die Anzahl der geklärten Delikte von 2.669 im Jahr 2016 auf 3.259 im vergangenen Jahr zu. Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der Anzeigen nur leicht von 5.022 auf 5.260 an. Die Aufklärungsquote erhöhte sich damit von rund 53 auf 62 Prozent an und liegt damit über dem oberösterreichischen Durchschnitt von rund 59 Prozent.

Einen Teil dazu hat auch die – im Vorjahr auf acht Kameras verdoppelte – Videoüberwachung beigetragen: Von den insgesamt 33 aufgezeichneten Delikten konnten 16 aufgeklärt werden. Es handelte sich dabei um Raub, Körperverletzung und Diebstähle.

Rückläufig waren im Vorjahr die Einbruchsdiebstähle: Sie sanken von 791 auf 625 und somit um 21 Prozent. Besonders markant fiel dabei der Rückgang von Einbrüchen in Wohnhäuser aus: Waren es 2016 noch 74 Fälle gewesen, so halbierte sich diese Zahl 2017 nahezu auf 39. Ebenfalls abgenommen haben die Anzeigen wegen Sachbeschädigung, und zwar um 17 Prozent von 682 auf 569.

Sorgen bereiten die Zahlen im Bereich des Suchtmittelgesetzes: Hier stiegen die Delikte von 353 auf 613 (rund 74 Prozent). Ebenso waren von 2016 auf 2017 Zunahmen in den Bereichen Raub (um 58 Prozent von 19 auf 30), Betrug (um 62 Prozent von 207 auf 336, der Großteil davon Bestellbetrug) sowie Raufhandel (um 50 Prozent von 20 auf 30).

Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Erfreulich ist für mich die hohe Aufklärungsquote, zu der auch die Videoüberwachung beigetragen hat. Der Anstieg der Suchtmitteldelikte zeigt, dass eine eigene Drogen-Task-Force beim Stadtpolizeikommando dringend nötig ist. Die dazu notwendige Aufstockung der Polizei ist daher notwendiger denn je.“

Stadtpolizeikommandant Oberst Klaus Hübner: „Die erfolgreiche Aufklärungsquote von 62 Prozent ist höchst erfreulich und liegt über dem Landesdurchschnitt. Dennoch zeigt die Anzahl der Drogendelikte eine bedenkliche Entwicklung, die es weiter zu kontrollieren gilt.“

Textquelle: Stadt Wels
 



FPÖ-Wels, am 04.04.2018





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