Wels zeigt Einsatz für Menschen mit Beeinträchtigung

Wels zeigt Einsatz für Menschen mit Beeinträchtigung

Das Land Oberösterreich soll die Stadt Wels bei der geplanten Schaffung von Betreuungsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigung berücksichtigen: Dazu werden alle Gemeinderatsfraktionen in der Sitzung vom Montag, 5. März eine gemeinsame Resolution einbringen.

Der Hintergrund: Das Landesprojekt „Sozialressort 2021“ sieht in ganz Oberösterreich insgesamt 400 neue Plätze für Menschen mit Beeinträchtigung vor.

In Wels ist die Warteliste speziell bei schwer körperlich, geistig oder mehrfach beeinträchtigten Menschen sehr lang: 119 Personen, die über das Oö. Chancengleichheitsgesetz in Vollbetreuung stehen, warten derzeit auf einen Heimplatz. Bei 40 davon ist der Bedarf sehr dringend. Besonders betroffen sind in Wels Menschen zwischen 20 und 60 Jahren: Insgesamt 87 Personen auf der Warteliste fallen in diese Altersgruppe. 2013, als der Gemeinderat bereits eine ähnliche Resolution verabschiedet hat, lag die Zahl noch bei 22 Personen. Sie hat sich also in fünf Jahren vervierfacht.

Bestehende Einrichtungen, wie etwa die der Lebenshilfe, sind für diese Personengruppe entweder nicht geeignet oder können aus Kapazitätsgründen kaum neue Klienten aufnehmen. Es kommt daher vor, dass sie teilweise in Alters- und Pflegeheimen untergebracht sind. Dabei handelt es sich aber um eine Notlösung beziehungsweise sogar um eine Fehlplatzierung. Es ist generell wichtig, Personen in dieser Altersstruktur in eigenen Wohnheimen zusammenzuführen, damit sie soziale Kontakte unter Gleichaltrigen pflegen können.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die Warteliste auf einen Heimplatz ist in Wels bei jüngeren Menschen mit schwerer Beeinträchtigung sehr lange. Durch die Lage im Zentralraum wäre unsere Stadt als Standort für eine derartige neue Einrichtung bestens geeignet.“

Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen und Beeinträchtigungen bedürfen auch jüngere Menschen der Pflege. In Wels warten sehr viele Betroffene dieser Altersgruppe auf einen Heimplatz. Es ist mir ein persönliches Anliegen, diese Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen. Die Unterstützung aller Gemeinderatsfraktionen freut mich sehr.“

Textquelle Stadt Wels
 



FPÖ-Wels, am 01.03.2018





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