Welser Schwerpunkte bei Pflege und Betreuung älterer Menschen

Mit Stimmenmehrheit beschloss der Welser Gemeinderat am Montag, 16. Oktober den Regionalen Sozialplan für die Pflege und Betreuung älterer Menschen für die Jahre 2016 bis 2021. Einen solchen Plan müssen alle „Regionalen Träger Sozialer Hilfen“ – und somit auch die Statutarstadt Wels – für jede Gesetzgebungsperiode der Oberösterreichischen Landesregierung vorlegen. Der Regionale Sozialplan beinhaltet quantitative und qualitative Aussagen für die Kernprodukte stationäre Langzeitpflege, Kurzzeitpflege, Mobile Dienste und Tagesbetreuung. Die Stadt Wels gibt darin also an, welche Maßnahmen sie in den kommenden Jahren in den einzelnen Bereichen setzen wird (oder bereits setzt), um den vom Land Oberösterreich im jeweiligen Bedarfs- und Entwicklungsplan (BEP) vorgegebenen Versorgungsquoten zu entsprechen. Diese Soll-Werte können dabei innerhalb eines bestimmten Korridors über- oder unterschritten werden.

Bei der Langzeitpflege in den Alten- und Pflegeheimen liegt die Stadt Wels traditionell über dem BEP-Sollwert. Die Kurzzeitpflege in den Alten- und Pflegeheimen wird in den kommenden Jahren weiterhin dem Bedarf angepasst. Die Hauskrankenpflege (medizinische Versorgung von Wunden, Verbandswechsel etc.), die Fach-Sozialbetreuung „Altenarbeit“ (Hilfe beim Waschen, Anziehen etc.) und die Heimhilfe (Unterstützung im Haushalt) sind zwischen der Mobilen Seniorenbetreuung der Stadt und den Vertragspartnern Rotes Kreuz, Volkshilfe, Hilfswerk und Diakonie nach Stadtgebieten aufgeteilt. Die ersten beiden Bereiche werden bis 2021 gemäß Landesvorgaben leicht erweitert. Bewusst hoch angesetzt sind die Planzahlen bei der Heimhilfe, da die Nachfrage hier sehr hoch ist. Mit den Tageszentren der Stadt (Haus Neustadt) sowie der Diakonie entspricht die Teilstationäre Tagesbetreuung überdies genau den Vorgaben des Landes.

„Mit dem Regionalen Sozialplan gibt es klare Voraussetzungen für die Pflege und Betreuung älterer Menschen in den kommenden Jahren. Aktuelle Entwicklungen, wie etwa der Wunsch der Bürger nach mehr Betreuung und Pflege zu Hause, finden natürlich Berücksichtigung“, betonen Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger und Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt.

Textquelle: Stadt Wels
 



FPÖ-Wels, am 17.10.2017





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