Goldene Kulturmedaille für Dipl.-Ing. Karl Odorizzi

Die Kulturmedaille der Stadt Wels in Gold verliehen Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer an den Architekten und Künstler Dipl.-Ing. Karl Odorizzi. Der Ausgezeichnete wurde 1931 in Strengberg in Niederösterreich geboren, besuchte bis 1952 die HTL in Linz und studierte anschließend bis 1956 Architektur an der Technischen Universität Graz. Nach diversen Praktika eröffnete er 1958 ein eigenes Büro in Wels und ist der Stadt seither treu geblieben.

Im ganzen Landes- und Bundesgebiet und in Deutschland hat Odorizzi zahlreiche architektonische Spuren hinterlassen. Beispiele aus Wels: „Semmelturmhochhaus“ Stelzhamerstraße 1, Bildungshaus Schloss Puchberg, Zeltkirche und Pfarrzentrum Lichtenegg, Doppelturnhalle Neustadt, Zubau Bundesgymnasium Schauerstraße, verschiedene Bauten am Messegelände, Umbau Haus Freiung 15 zum Werkraumtheater Kornspeicher, Zu- und Umbau Schloss Polheim für die – mittlerweile in den Herminenhof übersiedelte – Landesmusikschule sowie Umbau des Verwaltungsgebäudes (Stelzhamerstraße 27) und des Kundenzentrums (Pfarrgasse 1) der eww Gruppe.

Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich der Ausgezeichnete zudem mit Malerei und Grafik. In den vergangenen Jahren galt dieser Beschäftigung – die auch in mehreren Ausstellungen in Welser Galerien gewürdigt wurde – sein Hauptaugenmerk. Darüber hinaus war Dipl.-Ing. Odorizzi Präsident der Zentralvereinigung der Architekten in Oberösterreich und Universitätslehrer an der Technischen Fakultät der Universität Innsbruck gewesen. Für sein Schaffen hatte er unter anderem den Oberösterreichischen Landeskulturpreis für Architektur (1980), den Österreichischen Bundespreis „Beton im Wohnbau“ (1980) und den Österreichischen Ökopreis (1991) erhalten.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Das gesamte Schaffen von Dipl.-Ing. Karl Odorizzi ist geprägt vom Miteinander von Architektur und Kunst. Als visionärer Architekt war und ist er mit seinen Plänen der Zeit stets ein bisschen voraus. Ich freue mich, ihm die Kulturmedaille in Gold zu überreichen!“

Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer, MBA: „Im Mittelpunkt der architektonischen Nutzungskonzepte von Dipl.-Ing. Karl Odorizzi steht immer die Begegnung der Menschen. Das drückt sich in Kindergärten, Schulen, Generationshäusern, aber auch Kirchen eindrucksvoll aus. Sein Schaffen war immer geprägt von Offenheit und Experimentierfreudigkeit. Das charakterisiert sowohl den Maler als auch den Architekten Odorizzi.“



Textquelle: Stadt Wels
Bildhinweise: Medienkulturhaus Wels (bei Nennung Abdruck honorarfrei).
 



FPÖ-Wels, am 04.09.2017





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