Wels investiert in seinen Grünraum

Wels verfügt über insgesamt rund 670.000 Quadratmeter öffentlich zugängliche Grünflächen. An mehreren dieser Orte stehen – vorbehaltlich der Beschlüsse im Gemeinderat am Montag, 3. Juli – in nächster Zeit wichtige Erneuerungen auf dem Programm.

Reinberg zum Jubiläum herausgeputzt

Das Naherholungsgebiet am Reinberg in der Marktgemeinde Thalheim gehört seit 75 Jahren der Stadt Wels. Die rund 100.000 Quadratmeter Grünflächen sind seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel für die Welser. Markantester Punkt ist natürlich die vor 125 Jahren errichtete Marienwarte. Diese bekommt derzeit im 890 Quadratmeter umfassenden Innenbereich einen neuen Anstrich, um sich bei der Jubiläumsfeier am Montag, 17. Juli um 18:30 Uhr runderneuert zu präsentieren. Deshalb ist sie bis voraussichtlich Mittwoch, 12. Juli nicht zugänglich.

Nach dem Gemeinderatsbeschluss erhält der Reinberg zudem einen modernen Fitnessparcours. Der bestehende, aber in die Jahre gekommene Fitnessweg wird erneuert und den Erkenntnissen zeitgemäßer Trainingsmethoden angepasst. Weiters sollen auf der unteren Rasenfläche ein Calisthenics-Bereich (Training mit Eigengewicht) sowie auf der oberen Rasenfläche bei der derzeitigen Fitnessweg-Endstation ein naturnaher Kinderspielbereich entstehen. Überdies ist im beschriebenen Bereich auch eine Erneuerung der Parkausstattung (Bänke, Abfallbehälter etc.) vorgesehen.

An den geschätzten Gesamtkosten von rund 120.000 Euro wird sich die Marktgemeinde Thalheim mit 30.000 Euro beteiligen. Die Planung sowie die örtliche Bauaufsicht wurde an das Planungsbüro Freiraum & Landschaft von Dipl.-Ing. Mag. Otmar Stöckl vergeben. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist für 2017 beziehungsweise Anfang 2018 vorgesehen.

Auch in der Vergangenheit hat die Stadt Wels immer wieder in den Reinberg investiert: Ende 2015 wurde in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Thalheim – und in diesem Fall auch dem Kneippbund – das Kneippbecken reaktiviert und der Platz mit neuen Sitzmöbeln, Pflanzen und Pflasterungen ausgestattet. Darüber hinaus kümmert sich der Verschönerungsverein Wels (der übrigens bis zum Kauf durch die Stadt Wels 1942 gemeinsam mit der Sparkasse Eigentümer des Reinbergs war) seit Jahrzehnten stets vorbildlich um die Erhaltung der Marienwarte und des Naherholungsgebietes insgesamt.
 

Rund 800.000 Euro für öffentliche Grünräume

In den vergangenen Jahren haben bereits mehrere Grünanlagen in Wels ein neues Gesicht bekommen. Die sogenannten Parkwerkstätten etablierten sich dabei als Beteiligungsmodell für interessierte Bürger: Diese können sich zunächst bei einem Rundgang ein Bild von der jeweiligen Ausgangssituation machen und im Anschluss bei einem Workshop Ideen und Vorschläge zur Attraktivierung einbringen. Diese werden – soweit sinnvoll und umsetzbar – bei der Planung berücksichtigt.

Auf diese Weise wurden beziehungsweise werden in den Jahren 2016 und 2017 die Parkanlagen in der Eibenstraße (128.000 Euro), in der Albrechtstraße (130.000 Euro) und in der Böhmerwaldstraße (77.000 Euro) erneuert. Gemeinsam mit den – noch zu beschließenden – aktuellen Maßnahmen am Reinberg (120.000 Euro), im Friedenspark Billrothstraße und in der Sandwirtstraße (195.000 Euro bzw. 160.000 Euro, Details siehe jeweils unten) ergeben sich Gesamtinvestitionen von rund 800.000 Euro (davon rund 200.000 Euro Eigenleistungen der Stadtgärtnerei).

Friedenspark Billrothstraße wird erweitert

Beim Friedenspark in der Billrothstraße in der Gartenstadt besteht nun – dank der Auflassung des angrenzenden ehemaligen FC Wels-Fußballplatzes durch die Übersiedelung des Vereins in das Sportzentrum Wimpassing – die Möglichkeit, die Parkanlage zu erweitern und die Erholungsangebote zu verbessern. Dem Wunsch nach mehr Ballspielmöglichkeiten in der Gartenstadt trägt die Stadt mit der Schaffung von Sport- und Spielangeboten für Jugendliche (Streetball, Streetsoccer, Kleinfeld-Tore und Volleyball am Rasen) Rechnung.

Weiters am Programm stehen etwa mehr Erschließungswege und Spielangebote, klare Grenzen und Übergänge zwischen dem Park und dem zukünftigen Wohnbau am ehemaligen FC Wels-Platz und eine Attraktivierung des Platzes rund um das Friedenspark-Denkmal. Die Umsetzung der ge-planten Maßnahmen ist nach dem Gemeinderatsbeschluss für Herbst 2017 beziehungsweise Früh-jahr 2018 vorgesehen.

Park Sandwirtstraße wird attraktiviert

Die Parkanlage in der Sandwirtstraße wird von zahlreichen Bewohnern der Neustadt gerne und oft genutzt. Hier sind unter anderem folgende Maßnahmen geplant: Schaffung von unterschiedlichen Funktionsbereichen wie „Trendsport und Bewegung“, „Ruhezone“, „Sport und Bewegung“, „Spielen für Kleinkinder“ und „Spielen für Kinder“, Ergänzung des Spielangebotes, Neugestaltung und Verbesserung der Erschließung beziehungsweise der Eingänge (vor allem von der Gabelsbergerstraße) oder Schaffung von beschatteten Bereichen durch Baumpflanzungen. Wie beim Friedenspark Billrothstraße ist auch hier die Umsetzung der geplanten Maßnahmen nach dem Gemeinderatsbeschluss für Herbst 2017 beziehungsweise Frühjahr 2018 vorgesehen.
 

Zitate

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Das Wohlbefinden der Welser Bevölkerung liegt mir am Herzen. Attraktive Grünräume als Naherholungsbereiche sind wichtige Faktoren, damit sich Bürger in einer Stadt wohlfühlen. Mit der Umsetzung der aktuellen Maßnahmen, wie z.B. im Friedenspark, der Sandwirtstraße oder am Reinberg, wird dazu beigetragen, dass unsere Stadt noch attraktivere Parks mit ausreichenden Freizeit- und auch Spielangeboten für Kinder bekommt.“

Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Wels blüht im wahrsten Sinne des Wortes auf. Investitionen in den Grünraum sind ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität. Besonders freuen mich die zahlreichen konstruktiven Vorschläge der Bürger bei den Parkwerkstätten.“

Bürgermeister Andreas Stockinger: „Der Reinberg ist neben der Traun ein weiteres verbindendes Element zwischen Thalheim und der Stadt Wels. Eigentlich im städtischen Besitz, freut es mich sehr, dass wir die derzeit desolate Fitness-Infrastruktur in gewohnt partnerschaftlicher Kooperation wieder mit modernen Geräten ersetzen werden und auch für die Kinder Stationen errichten, wo sie ihre Geschicklichkeit und Motorik ausleben und trainieren können!“


Bildhinweis: v.l.Bgm. Dr. Andreas Rabl, Vzbgm. Silvia Huber, Bgm. Andreas Stockinger, DI Otmar Stöckl



Bildhinweis: Reinberg

Text- und Bildquelle: Stadt Wels



FPÖ-Wels, am 03.07.2017





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