Kinderbetreuung: Umfangreiches Leistungsangebot in der Stadt Wels

Kurzzusammenfassung

In der Stadt Wels werden derzeit 2789 Kinder in 16 Krabbelstuben (vier städtisch, zwölf privat), 22 Kindergärten (zwölf städtisch, zehn privat) sowie neun Horten (sechs städtisch, drei privat) betreut. Die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen sind ganzjährig geöffnet (bei Bedarf von 06:30 bis 18:00 Uhr) und bieten auch in Weihnachts-, Oster-, und Sommerferien Betreuungsdienste an.

Durch die große Sprachenvielfalt hat die Sprachförderung in der Kinderbetreuung einen besonders hohen Stellenwert. Das wesentliche Ziel ist es, dass Kinder beim Schuleintritt die Unterrichtssprache „Deutsch“ beherrschen. Kulturelle Bildung und Erziehung sowie die Werterziehung sind von zentraler Bedeutung und stellen einen fixen Bestandteil des pädagogischen Alltages dar. Ausdruck findet dies in einem Wertekodex und im Feiern von christlichen, kirchlichen und traditionellen Festen.

Der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen erfordert auch für die Stadt Wels die Neuerrichtung weiterer Kinderbetreuungseinrichtungen. Noch heuer wird deshalb der Verein „Abenteuer Familie – Kinderbetreuung“ eine Einrichtung mit zwei Krabbelstuben- und zwei Kindergartengruppen eröffnen. Zusätzlich befinden sich die Neuerrichtung des Kindergartens Pernau, ein „Haus der Generationen“ (mit einer Kleinkinderbetreuungseinrichtung) sowie weitere Projekte in Planung.

Eine besondere Herausforderung stellt für die Stadt Wels die Nachbesetzung offener Stellen im Bereich der Kinderbetreuung dar, da es immer schwieriger wird, Kindergartenpädagogen zu finden. Aus diesem Grund wurde in der Gemeinderatssitzung im März das Bildungsministerium in einer Resolution aufgefordert, eine Bundesbildungsanstalt und/oder ein College für Elementärpädagogik (BAfEP) in Wels zu errichten.

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wels verfügt über ein umfangreiches Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen. Um aber auch in Zukunft den Bedarf an Betreuungsplätzen abdecken zu können, werden noch im heurigen Jahr in der Mohnstraße je zwei Krabbelstuben- und Kindergartengruppen eröffnet. Weitere Projekte, wie die Neuerrichtung des Kindergartens Pernau, werden derzeit geplant.“

Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt: „In den Welser Krabbelstuben, Kindergärten und Horten wird, nicht zuletzt auf Grund der ausgezeichneten und sehr engagierten Mitarbeiter, qualitätsvolle Betreuung angeboten. Der ständige Ausbau dieser Angebote hinsichtlich Qualität und Vielfalt ist sehr wichtig, denn in den Kindergärten wird der Grundstein für den weiteren Bildungsweg gelegt.“

Kinderbetreuungsangebot in der Stadt Wels

 

Krabbelstuben in der Stadt Wels

Krabbelstuben sind Einrichtungen für Kinder im Alter von eineinhalb bis drei Jahren. Die tägliche Aufenthaltsdauer soll sechs Stunden – einschließlich der Mittagsruhe acht Stunden – nicht über-schreiten. Das pädagogische Personal setzt in der Bildungs- und Erziehungsarbeit auf Schwerpunkte und diverse Projekte, um den Kindern ein abwechslungsreiches Miteinander zu ermöglichen.

Kindergärten in der Stadt Wels

Die Aufgabe des Kindergartens ist laut Oö. Kinderbetreuungsgesetz die Erziehung und Bildung der drei- bis sechsjährigen Kinder – der Kindergarten dient als Einrichtung, die die Familienerziehung unterstützt und ergänzt. Die in den Kindergärten gelebte Pädagogik ist kind- und situationsorientiert. Die Ideen und Impulse der Kinder werden aufgegriffen und auf Basis täglicher Beobachtungen werden Ziele, Vorhaben, Angebote und Aktivitäten entwickelt.

Der Tagesablauf bietet Struktur und Orientierung durch grundlegende Phasen wie eine Sammelzeit, eine Orientierungsphase, eine Jausenzeit, eine Konzentrationsphase, ein Mittagessen, eine Ruhephase etc. Das Erwerben und Fördern unterschiedlicher Kompetenzen lässt Platz für die individuelle kindliche Entwicklung. Ein wesentliches Erziehungsziel ist der Erwerb von sozialer Kompetenz. Auch im Kindergarten erfährt das Spiel als Lernform eine hohe Bedeutung. Der Kindergarten als Einstieg in das Bildungssystem sichert Bildungschancen für alle Kinder.

In den Kindergärten wird ein besonderer Fokus auf die Sprachförderung gelegt. Gruppenführende Pädagogen, Hilfspersonal und externe Sprachförderpädagogen arbeiten ganzheitlich und mit allen Sinnen an den Sprachkenntnissen und am Sprachvermögen der einzelnen Kinder. Lesepatinnen wirken ebenso tatkräftig mit. Zusätzlich gibt es in den Kindergärten das Angebot, Kinder auf spielerische Art auch für die englische Sprache zu sensibilisieren.
Auch bei der Schulvorbereitung werden Bildungsinhalte spielerisch und ganzheitlich angeeignet, immer mit dem Fokus auf die Eigenmotivation und Selbsttätigkeit der Kinder. Das Hauptziel der Bil-dungsarbeit im Kindergarten ist, die Kinder auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Neben den alltäglichen pädagogischen Angeboten werden diverse Projekte durchgeführt und Schwerpunkte gesetzt, um den Kindern ein abwechslungsreiches Miteinander zu ermöglichen – diese finden oft parallel und übergreifend beziehungsweise kooperativ mit Krabbelstuben statt.

Schwerpunkte im Kindergarten

Kinderhorte in der Stadt Wels

Trotz der Möglichkeit zur schulischen Nachmittagsbetreuung werden in Wels fünf städtische und drei private Horte geführt. Die gute Resonanz und der hohe Bedarf an Betreuungsplätzen im Hort sprechen nach wie vor für diese Form der Nachmittagsbetreuung für Pflichtschulkinder.

Kinderhorte sind familienergänzende Einrichtungen für schulpflichtige Kinder von berufstätigen Eltern. Kinder werden in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und gefördert. Bei gezielten Bildungsangeboten erledigen die Kinder ihre Hausübungen, werden zum Lernen angeregt und in ihrer Selbstmotivation gestärkt. Neben den Bildungsangeboten werden ebenso pädagogische Freizeitaktivitäten durchgeführt.

Nach dem Schulunterricht kommen die Kinder in den Hort und genießen in entspannter Atmosphäre das Mittagessen. Darauf folgt die Lernphase. Die Pädagogen begleiten die Kinder in ihrem individuellen Lernprozess und bieten Unterstützung. Anschließend werden Bildungs- und Freizeitangebote basierend auf den Interessen der Kinder gesetzt. Kinder erleben, abseits von Leistungsanforderungen der Schule, soziale Beziehungen in einer Institution und können sich an verlässlichen Strukturen und Bezugspersonen orientieren.

Bezüglich der Sprachförderung wird auf die Erweiterung des mündlichen und schriftlichen Aus-drucks geachtet, um den Schulerfolg zu unterstützen. Im Hort agieren Eltern, Hort und Schule als Kooperationspartner und schaffen die Basis zur bestmöglichen Unterstützung und Förderung jedes einzelnen Kindes. Ein gelungener Informationsaustausch sowie eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten sind wesentlich.

Schwerpunkte im Hort








Text- und Bildquelle: Stadt Wels


 



FPÖ-Wels, am 16.05.2017





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