Volkshochschule Wels: Einsparungen und Optimierungen bringen deutliche Reduktion des jährlichen Verlustes

Bei der im vergangenen Herbst durchgeführten Bürgerumfrage wurde die Welser Bevölkerung auch über etwaige Einsparungen bei der Volkshochschule der Stadt Wels befragt. Konkret lautete die Fragestellung:

Soll die Stadt Wels den Verlust der Volkshochschule Wels erheblich reduzieren?

In Summe sprach sich eine breite Mehrheit von 62,4 Prozent der Teilnehmer für eine Reduktion des finanziellen Abgangs im Bereich der Volkshochschule aus, lediglich 37,6 Prozent stimmten gegen die Reduktion des Verlustes.

Unmittelbar nach Vorliegen des Befragungsergebnisses wurden die zuständigen Stellen in der Stadt Wels damit beauftragt, das nun vorliegende Einsparungs- und Optimierungsprogramm auszuarbeiten. Dieses wird nun im zuständigen Kulturausschuss beraten und diskutiert und soll nach Zustimmung im Ausschuss im Gemeinderat endgültig beschlossen werden.

Einsparungs- und Optimierungsprogramm

Das Optimierungspotential beträgt im heurigen Jahr 70.300 Euro und steigert sich 2018 auf 95.000 Euro sowie 2019 auf 123.000 Euro. Neben Einsparungen sollen auch Einnahmenerhöhungen zur Erreichung der Ziele beitragen.
 

Jährliche Einsparungen

Stelldienste und Vorbereitungsarbeiten
Umstrukturierungen bei den Stell- und Vorbereitungsarbeiten bei Veranstaltungen sowie im Bereich der Reinigung in der Zweigstelle Pernau bringen bis 2019 ein Einsparungspotential von rund 14.000 Euro jährlich. Diese Maßnahme wird bereits seit Anfang April umgesetzt.

Personal
Durch Umstrukturierungen im Personalbereich können Einsparungen von rund 30.000 Euro jährlich erzielt werden.

Betrieb/laufender Aufwand
In diesem Bereich können durch Kleinbeträge (Büromaterial, Werbemittel usw.) rund 4000 Euro jährlich eingespart werden.

Bewegungsbereich
Durch die Einstellung beziehungsweise Verkürzung von Leistungen – ohne Qualitätsverlust für die Kunden – sind Einsparungen von 1500 Euro jährlich möglich. Erste Schritte, um dieses Ziel bereits heuer zu erreichen, wurden bereits gesetzt.

Gebäudekosten Noitzmühle
Durch Nachverhandlungen des Vertrags mit der Welser Heimstätte können jährlich rund 3.100 Euro eingespart werden. Weiters bringt eine Neuberechnung der Kostenaufteilungen zwischen den Nutzern für die Bereiche Miete, Reinigung und Heizung eine jährliche Reduktion von rund 3400 Euro.

Einnahmenerhöhungen

Kurstarife
Die Tarife der Kurse sollen nach Kundenverträglichkeit innerhalb der nächsten drei Jahre erhöht werden. Im Jahresprogramm 2017/2018, das im September 2017 startet, soll ein erster Schritt vorgenommen werden. Die einzelnen Angebotsbereiche sollen kontrolliert und nach Marktlage sowie Kundenverträglichkeit angehoben werden. Das Potential der Ergebnisverbesserung liegt bei 24.000 Euro jährlich bis 2019.

Tariferhöhung Vermietung und Verbesserung der Auslastung
Durch die Aufnahme in die Vermittlungsdatenbank „Locationsfinder“ der Business Touristik (Touris-musverband Wels) und des Printkatalogs „Welsklasse“ soll die Zahl der Vermietungen um 10 Prozent gesteigert werden. Potential der Ergebnisverbesserung ab 2017 rund 4000 Euro jährlich, mit einem mittelfristigen Potential von rund 8000 Euro jährlich ab 2019.

Neue Veranstaltungsorte
Bisher nutzte die VHS Wels für ihre Kurse die Räumlichkeiten der Neuen Mittelschulen Rainerstraße und Porzellangasse sowie der Kindergärten Neustadt und Wimpassing. Im Kursjahr 2017/2018 werden zwei neue Veranstaltungsorte (Details derzeit noch in Ausarbeitung) für Kurse angeboten. Bei einer weiteren Ausweitung auf andere Orte, Schulen und Hallen ist bis 2019 ein Potential der Ergebnisverbesserung von 20.000 Euro gegeben.

Entwicklung neuer Angebote
Die Ausweitung des Kursangebotes (Politik, Integration, Sprache, Kreativität), die in Zusammenarbeit mit den Organisationseinheiten des Magistrates teilweise schon umgesetzt wurde, beinhaltet für heuer ein Potential von 6000 Euro. Die Umsetzung dieses Bereiches mit einem Optimierungspotential von 10.000 Euro benötigt einen mittelfristigen Zeitraum bis 2019, um auch die Kundenpotentiale entsprechend erreichen und ausschöpfen zu können. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

• Magistratsinterne Vernetzung stärken: Nutzung der Räumlichkeiten für interne Veranstaltungen wie Weiterbildungs- und Gesundheitskurse sowie Führungskräfte-Meetings
 Kooperation im Rahmen des Generationenprogramms mit den Generationentreffs: Vermeidung des Aufbaus von Parallelstrukturen im Magistrat, Kooperation mit den Generationentreffs bei der Programmgestaltung.
• Positionierung im Bereich „Politik und Gesellschaft“: Regelmäßige Veranstaltungen für Schüler im Bereich „Politische Bildung“ und Angebot von Informationsformaten für definierte Zielgruppen wie Kulturaffine, Junge usw. Mögliche Schwerpunkte wären beispielsweise in den Bereichen Stadtgeschichte, Politik und Kunst, Kulturgeschichte bei aktuellen gesellschaftlichen Problemfeldern und Entwicklungen mit Welsbezug sowie Gesundheit und Bewegung denkbar.

Zitate

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Die nun präsentierten Einsparungen und Optimierungen tragen dazu bei, den jährlichen Verlust der Volkshochschule Wels deutlich zu senken und gleichzeitig die Qualität zu halten beziehungsweise sogar noch auszubauen.“

Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer, MBA: „Sehr erfreulich ist die offensive Entwicklung des Kursangebotes und die verbesserte Stadtteilversorgung, und dies obwohl die Sparziele erreicht werden können."

Bild- und Textquelle: Stadt Wels



FPÖ-Wels, am 21.04.2017





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