Sozialpsychisches Kompetenzzentrum: Circle und Substitutionsstelle kompatibel

Verwundert zeigt sich Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger über die verspätete Kritik zur Schaffung eines Sozialpsychischen Kompetenzzentrums in der ehemaligen Jugendherberge. Wie berichtet, stimmte der Welser Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag, 13. März dafür, folgende sozialpsychische Fachbereiche an diesem Standort zu konzentrieren: Drogenberatung Circle und die dazugehörende Substitutionsstelle, Selbsthilfegruppen-Kontaktstelle und Freiwilligenzentrum, Familienberatungsstelle sowie Streetwork. Daneben in die Dragonerstraße 24 werden folgende Bereiche übersiedeln: Verwaltung und Leitung, Spielsuchtberatung sowie Beratungsstelle bei Alkoholproblemen.

„Sowohl in den von mir geführten Vorgesprächen, als auch in den Wortmeldungen im Gemeinderat wurde das Konzept von den nun auftretenden Kritikern ausdrücklich gelobt und begrüßt. Der Gemeinderatsbeschluss erfolgte letztlich dann auch mit deren Stimme“, zeigt sich Raggl-Mühlberger erstaunt. Besonders ärgert die zuständige Referentin die immer wieder aufgestellte Behauptung, dass Circle und Substitutionsstelle nicht kompatibel wären: „Ein Großteil der Klienten kommt auf eigenen Wunsch, um das Leben zu ändern und unter die Drogensucht einen Schlussstrich zu ziehen beziehungsweise aus der Illegalität wegzukommen. Der Ablauf in der Substitutionsstelle ist ähnlich wie in einer klassischen Arzt-Ordination. Die Menschen kommen ausschließlich zur Verschreibung eines Rezeptes durch den Substitutionsarzt. Eine Dauerverweilung ist nicht vorgesehen. Außerdem handelt es sich hier nur um eine Öffnungszeit von vier Stunden pro Woche, wobei zusätzlich ein eigener Eingang vorgesehen ist.“ Die fachliche Begleitung werden die Sozialarbeiter der Drogenberatungsstelle „Circle“ so wie bisher weiter durchführen. Damit wird auch versucht, bei eventuell auftretenden Problemen sofort adäquate Hilfestellung leisten zu können. Der Wunsch einer Zusammenlegung wurde bereits 2015 von den Mitarbeitern geäußert. „Ich möchte nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Niederschwellige Kontakt- und Anlaufstelle/Drogenstreetwork, kurz NIKADO, weiterhin örtlich getrennt bleibt. Die Klienten können dort unter anderem auf freiwilliger Basis Spritzen tauschen. Dies wird deshalb natürlich nicht in der Nähe der Substitutionsstelle beziehungsweise des Streetwork-Stützpunktes erfolgen“, so Raggl-Mühlberger abschließend.

Textquelle: Stadt Wels
 



FPÖ-Wels, am 21.03.2017





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