Kriminalitätsstatistik 2016: Licht und Schatten in Wels

Die nun auch für die Stadt Wels vorliegende Kriminalitätsstatistik des Jahres 2016 bringt sowohl positive als auch weniger erfreuliche Ergebnisse: So sank die Anzahl der Gesamtdelikte von 5250 auf 5022 (- 4,3 Prozent). Gleichzeitig stieg die Aufklärungsrate von 51,1 auf 53,1 Prozent. Rückläufig sind auch die Anzahl der Diebstähle (von 1200 auf 993), Einbrüche in Einfamilienhäuser (137 auf 74) beziehungsweise Wohnungen (43 auf 28) sowie „Cybercrime“-Delikte (175 auf 82). „Gerade im Bereich der Haus- und Wohnungseinbrüche zeigen die gemeinsamen Präventions- und Dämmerungsstreifen von Polizei und Ordnungswache Wirkung“, freut sich Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß.

Auch im Bereich der Suchtgiftdelikte verzeichnete das Stadtpolizeikommando Wels zwischen 2015 und 2016 einen Rückgang der Anzeigen, und zwar von 401 auf 353. „Obwohl die Anzeigen im Suchtgiftbereich deutlich zurückgegangen sind, ist die Drogenproblematik weiterhin ein großes Thema in der Bevölkerung. Wir bekräftigen deshalb unsere Forderung nach Stationierung einer eigenen Drogen-Eingreiftruppe beim Stadtpolizeikommando Wels“, erklären Bürgermeister Dr. Andreas Rabl und Vizebürgermeister Kroiß.

Positiv habe sich im vergangenen Jahr der Sicherheitsschwerpunkt der Stadt Wels ausgewirkt. So habe die Videoüberwachung (die in Kürze von vier auf acht Anlagen verdoppelt wird) zur Aufklärung mehrerer Straftaten beigetragen. „Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Sicherheit sowie die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wels und dem Stadtpolizeikommando haben Wirkung gezeigt“, merkt Vizebürgermeister Kroiß an.

Neben diesen positiven Zahlen kam es zwischen 2015 und 2016 auch zu Steigerungen, und zwar unter anderem bei Körperverletzungen (306 auf 354), Firmeneinbrüchen (92 auf 106), Graffiti-Sachbeschädigungen (24 auf 69), Sexualdelikten (44 auf 64), KFZ-Diebstählen (elf auf 25), Raub (zehn auf 19, davon zwölf im öffentlichen Raum) sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt (neun auf 14). „Auch wenn es beispielsweise bei Körperverletzungen eine 86-prozentige und bei Sexualdelikten eine 76-prozentige Aufklärungsrate gab, sind diese Steigerungen alarmierend. Die Forderung der Stadt Wels nach mehr Polizisten sowie einer Ausweitung der Befugnisse der Ordnungswache bleiben deshalb aufrecht“, stellt Vizebürgermeister Kroiß fest. Wünschenswert wäre aus Sicht des Welser Sicherheitsreferenten, den Anteil der straffälligen Ausländer sowie Asylwerber in der Welser Kriminalitätsstatistik zu erfahren, da dies nicht gesondert ausgewiesen wurde. „Eines muss klar sein: Strafrechtlich verurteilte Asylwerber haben kein Recht auf Schutz und gehören deshalb abgeschoben“, sind sich Bürgermeister Dr. Rabl und Vizebürgermeister Kroiß einig.

Textquelle: Stadt Wels
 



FPÖ-Wels, am 08.03.2017





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